Nach Lenkungsausschuss
HSBC und Helaba bieten weiter um WestLB

Bei der Zerteilung der WestLB sind HSBC und Helaba weiter im Rennen. Wie genau die Aufteilung der Landesbank von statten geht, bleibt derweil weiter offen. Denn HSBC und Helaba haben Interesse an ähnlichen Portfolios.
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DüsseldorfDie Privatbank HSBC Trinkaus und die Helaba sind Finanzkreisen zufolge weiter im Rennen um Teile der WestLB . Die beiden Interessenten seien auch nach einer Sitzung des mächtigen WestLB-Lenkungsausschusses im Boot, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Offen sei aber weiter der Zuschnitt der WestLB-Teile, die die beiden Institute übernehmen könnten. Vor allem im Firmenkundengeschäft gibt es Überschneidungen - dort seien HSBC Trinkaus und Helaba an gleichen Portfolien interessiert. Die Gespräche mit den Bietern sollten fortgesetzt werden, hieß es. WestLB und HSBC Trinkaus wollten sich dazu nicht äußern.

Die WestLB soll nach langem Streit um öffentliche Beihilfen mit der EU-Kommission zerschlagen werden. HSBC Trinkaus hat dabei dabei Finanzkreisen zufolge unter anderem auf das Firmenkundengeschäft der Bank ein Auge geworfen. Die Sparkassen wiederum wollen das Verbundgeschäft mit den öffentlichen Instituten aus der WestLB herauslösen - die Frankfurter Landesbank Helaba soll diese Teile dann übernehmen. Beide Interessenten haben den Kreisen zufolge nun aber ähnliche Teile des Mittelstandsgeschäft im Visier. Dabei gehe es vor allem um ein milliardenschweres Portfolio. Es könne nicht sein, dass dieses Portfolio sowohl HSBC Trinkaus als auch der Verbundbank angeboten werde. Das sorge für Unmut, hatte ein Insider bereits beklagt.

Auch für die WestLB-Eigner - das Land NRW und die beiden NRW-Sparkassenverbände -, die neben dem Bund im Lenkungsausschuss vertreten sind, bietet der Konflikt Zündstoff. Die Sparkassen hätten das Interesse, aussichtsreiche Geschäfte der WestLB nicht an einen privaten Konkurrenten abzugeben, hieß es. Das Land Nordrhein-Westfalen, das ebenso wie der Bund für Risiken der WestLB gerade stehen muss, müsse dagegen darauf achten, Belastungen für den Steuerzahler so gering wie möglich zu halten - und größtmögliche Erlöse beim Verkauf von WestLB-Teilen zu erzielen.

Der Chef des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV), Michael Breuer, hatte am Mittwochabend in Düsseldorf gesagt, er erwarte noch harte Verhandlungen. Letztlich werde es aber eine „vernünftige Lösung“ geben, die auch einen Beitrag zur Konsolidierung der deutschen Landesbanken liefern müsse.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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