Nach Libor-Skandal
London will bei Finanz-Manipulationen durchgreifen

Großbritannien will nach dem Skandal manipulierter Libor-Zinssätze künftig auch Manipulationen von Referenzsätzen unter anderem für Währungs- und Edelmetallgeschäfte unter Strafe stellen.
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LondonGroßbritannien will nach dem Skandal manipulierter Libor-Zinssätze auch bei der betrügerischen Beeinflussung anderer Geschäfte härter durchgreifen. Bis zum Jahresende sollen auch Manipulationen von Referenzsätzen unter anderem für Währungs- und Edelmetallgeschäfte unter Strafe gestellt werden, wie das britische Finanzministerium am Donnerstag mitteilte. Dazu hat die Regierung in London nun einen Anhörungsprozess in Gang gesetzt, in welchem sich Betroffene wie Banken zu dem Vorhaben äußern können.

Die deutlich verschärften Strafen für Libor-Betrug sollen demnach unter anderem auch für das Londoner Goldfixing, den Silberpreis, weitere Zinssätze und Währungskurse gelten. Im Libor-Skandal haben die britischen Aufseher bislang mindestens zehn beteiligte Firmen zu fast 6,5 Milliarden Dollar Strafen verdonnert.

Mittels verbotener Absprachen sollen die für die Branche wichtigen Zinssätze, auf denen weltweit Geschäfte im Wert von mehreren hundert Billionen Dollar basieren, zugunsten der Beteiligten verändert worden sein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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