Nach Milliarden-Skandal
Grübel kämpft für sein UBS-Geschäftsmodell

UBS-Chef Oswald Grübel muss um sein Geschäftsmodell der „integrierten Bank“ kämpfen. Die Kombination aus Vermögensverwaltung und Investmentbanking ist durchaus umstritten.
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ZürichNach dem Milliarden-Handelsskandal kämpft UBS -Chef Oswald Grübel um sein Geschäftsmodell einer „integrierten Bank“. Schon als Chef beim Lokalrivalen Credit Suisse hatte der Manager auf eine Kombination aus Vermögensverwaltung und Investmentbanking gesetzt, weil sie mehr Erträge und höhere Gewinne bringe als das Wealth Management alleine. Dieses Modell verteidigte Grübel auch auf der Tagung des UBS-Verwaltungsrates in Singapur. „Diese Botschaft hat Grübel unaufhörlich verbreitet“, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Donnerstag zu Reuters in Singapur.

„Ein einzelner Unfall wird nicht dazu führen, dass UBS das Investmentbanking jetzt schnell verkauft“, sagte ein Insider. Substanzielle Verkleinerungen der Sparte - auf die Geschäfte, die es für die Vermögensverwaltung braucht - seien aber nicht ausgeschlossen. Eigenhandel mit möglicherweise sehr riskanten Derivaten und ein breit aufgestelltes Zinsengeschäft gehören dann nicht mehr dazu.

Grübel ist offenbar zuversichtlich, dass er im Verwaltungsrat Zustimmung zu seinen Plänen finden wird. Schließlich hatte der schon früher erkennen lassen, dass das Investmentbanking zurückgefahren werden könnte. Der Lokalrivale Credit Suisse ist mit dem von Grübel eingeführten Modell zufrieden. Im zweiten Quartal habe das einen Zusatzertrag von gut einer Milliarde Franken gebracht, hieß es im CS-Geschäftsbericht. Auch die Deutsche Bank ist als integrierter Konzern vergleichsweise gut durch die Finanzkrise gekommen.

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  • Eas auch immer geschehen mag, mit Grübel an der Spitze, hat die UBS einen mehr als fähigen Mann, den sie nicht einfach aufgeben wird. Man heuert nicht einen Käpten an, um ihn bein ersten Unwetter über Bord zu werfen. Im Kontrollsystem ist ein Fehlerherd, und den gilt es zu beheben. Mein Vertrauen hat die UBS früher und auch jetzt, ob da ein paar alte Multimiliardäre aus Angst, ein paar dutzend Milliarden weniger verdienen zu können (ohne zu arbeiten) abspringen, kann die UBS vertragen. WEITER SO

  • Einen Ex-Händler als VV ist gleich den Bock zum Gärtner machen. Die Schwetzer wären gut beraten, wenn Sie aulsländischen Niederlassungen in den USA und Europa schliessen und back to the roods! Bankgeheimnis wieder klar und konsistent. Was wollen die Amis dann machen die Schweiz bombardieren oder die EU einmarschieren?! Steinbrück hat doch eine Meise! Die Schweiz war und sollte immmer ein Hort für alle sein (Gut oder Böse)!

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