Nach Pleite der City BKK
BKK für Heilberufe vor der Insolvenz

Nach der Pleite der City BKK steht mit der BKK für Heilberufe die zweite Krankenkasse vor der Insolvenz. Sollte sich kein Fusionspartner finden, müssten sich rund 130.000 Versicherer eine neue Krankenkasse suchen.
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DüsseldorfDer starke Mitgliederschwund und die knappen Beiträge aus dem Gesundheitsfonds haben die BKK für Heilberufe in eine Finanzklemme getrieben. Dem Bundesversicherungsamt sei mitgeteilt worden, dass die Betriebskrankenkasse auch in diesem Jahr ein Defizit erwirtschaften werde, sagte ein Sprecher der BKK. Um die drohende Insolvenz abzuwenden, sucht die Krankenkasse jetzt einen Partner, der bereit ist, bis zum Jahresende mit der BKK für Heilberufe zu fusionieren. Ende Mai, Anfang Juni werde sich zeigen, ob es Interesse für ein solches Vorhaben gebe.

Anders als bei der City BKK, die als erste Krankenkasse nach dem Start des Gesundheitsfonds 2009 in die Insolvenz gegangenen war, stünden bei der BKK für Heilberufe Maßnahmen zur Schließung aber nicht an, betonte der Sprecher. Für die Versicherten gebe es trotz der finanziellen Engpässe keine Einschränkungen

Falls sich bis Ende Mai kein Fusionspartner finde, drohe dem Versicherer in den kommenden Monaten die Zahlungsunfähigkeit, sagte die Sprecherin des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen, Christine Richter am Freitag. Die Kosten für eine Schließung beliefen sich auf 23 bis 34 Millionen Euro.    

Die Wahrscheinlichkeit einer Fusion schätzt der BKK Bundesverband allerdings eher skeptisch ein. Die Zeitung nannte drei Kassen als mögliche Fusionspartner. „Ich möchte mich an Spekulationen nicht beteiligen“, sagte Richter. Es liefen derzeit Gespräche mit vielen Kassen. Sollte es zu einer Insolvenz kommen, müssten sich knapp 130.000 Versicherte eine neue Krankenkasse suchen.    

Die City BKK wird wegen chronischer Finanzprobleme und Mitgliederschwunds zum 1. Juli geschlossen, wie das Bundesversicherungsamt als Aufsichtsbehörde der Krankenkasse in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Rund 168.000 Versicherte sind betroffen.

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Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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