Nach Quartalszahlen
Deutsche Bank streicht Stellen im Investmentbanking

Die mäßigen Zahlen im Investmentbanking hinterlassen Spuren bei der Deutschen Bank: Das Institut streicht Hunderte Stellen in der Sparte. Ein Standort sei von den Kürzungen allerdings nicht betroffen.
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Das schwache erste Quartal im Investmentbanking zwingt die Deutsche Bank zu Sparmaßnahmen. Das größte heimische Geldhaus will nach Informationen der digitalen Tageszeitung "Handelsblatt Live" (Mittwochmittagausgabe) in diesem Bereich rund 500 Stellen streichen. Der Arbeitsplatzabbau betrifft Informationen aus Finanzkreisen zufolge vor allem das Geschäft mit Anleihen, Währungen, Rohstoffen und Derivaten (FICC), das in den ersten drei Monaten 2014 quer durch die Branche deutlich hinter den Vorjahresergebnissen zurückblieb. Die Stellen will die Deutsche Bank vor allem in London streichen, Frankfurt sei vom Abbau quasi nicht betroffen, hieß es in den Kreisen. Auch in den USA seien keine Kürzungen geplant.

Bereits Mitte 2012 hatte die Deutsche Bank den Abbau von 1.500 Stellen in der Investmentbank angekündigt. Seither ist die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich von rund 10.100 auf knapp 8.500 gefallen. Vor Beginn des Sparprogramms musste die Deutsche Bank 81 Cents aufwenden, um einen Euro im Investmentbanking zu verdienen. Inzwischen liegt das Verhältnis von Kosten zu Einnahmen bei 76 Prozent.

Die Deutsche Bank wollte die Zahlen zum Stellenabbau nicht kommentieren. „Wir planen unsere Mitarbeiterzahl dynamisch als Teil unserer Strategie 2015+ und im Einklang mit unserer langfristigen Strategie, unsere Effizienz weiter zu steigern“, teilte das Institut lediglich mit.

"Handelsblatt Live" ist eine dreimal täglich aktualisierte Digitalzeitung, die über eine App für iPad und Android verbreitet wird.

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