Nach Rettung vor Pleite
BayernLB zahlt weitere Rate an Freistaat

Die bayerische Landesbank hat eine weitere Rate beim Freistaat abgestottert. Knapp 280 Millionen Euro erhielt das Bundesland von dem Geldhaus. Damit hat die BayernLB bereits ein Fünftel ihrer Schulden getilgt.
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MünchenDie BayernLB hat bereits die erste Milliarde von fünf Milliarden Euro an den Freistaat zurückbezahlt. Soeben habe die Landesbank 279 Millionen Euro als dritte Rate überwiesen: „Das ist ein gutes Signal“, sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) dem „Münchner Merkur“ (Wochenendausgabe): „Innerhalb von sechs Monaten hat die Landesbank damit über eine Milliarde Euro an den Freistaat bezahlt.“

Die BayernLB war vom Freistaat mit zehn Milliarden Euro vor der Pleite gerettet und von der Brüsseler EU-Kommission dazu verpflichtet worden, bis zum Jahr 2019 fünf Milliarden Euro zurückzugeben. Außerdem musste sie Beteiligungen wie die Wohnungstochter GBW und die Landesbausparkasse verkaufen. Söder sagte, die erneute Zahlung zeige, dass die eingeschlagene Strategie hin zu einer kleineren regionalen Bank auch für die Steuerzahler Früchte trage.

Die BayernLB will am kommenden Donnerstag ihre Zwischenbilanz für das erste Quartal 2013 vorlegen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Da feiert dieser CSU-Minister doch tatsächlich eine 10%-ige Schuldenrückzahlung als Erfolg der Politik! Zinsen etc. sind offensichtlich unbekannt in Bayern.
    Unglaublich.
    Herr Söder, wann schenken Sie denn mir als Steuerzahler mal eben 5Mrd. Euro? Sie haben ja offensichtlich die Taschen davon voll für Spezies der CSU!

  • Herr Söder hat wohl ein gestörtes Verhältnis zu Adam Riese.
    5.000.000.000 Euro an diese Spezi-Bank zulasten des Steuerzahlers verschenkt und von den restlichen 5.000.000.000 Euro SCHULDEN bisher nur 1.000.000.000 Euro zurückgezahlt.
    Bleibt zulasten des Steuerzahlers eine Summe von 9.000.000.000 im minus!
    Herr Söder hat wohl des kleine 1x1 nicht mitbekommen, wenn er dies als Erfolg -möglichst der CSU- verkaufen will.
    Das ist Spezi-Wirtschaft pur, weil natürlich auch da zahlreiche CSU-Politiker aktiv beteiligt waren!

  • Söder ist wohl ein Witzbold!

    Eine Bank, der dauerhaft 5 Mrd Euro Schulden erlassen wurden, ist doch kein Segen für den Steuerzahler. Nimmt man den durchschnittlichen Zinsspiegel für Dispozinsen, dann wurden bis heute nicht mal die bisher aufgelaufenen Zinsen gezahlt. Getilgt wurde dann noch kein einziger Cent.

    Der bayerische Finanzminister scheint von Finanzen nicht viel zu verstehen. Von einem "Politikernomaden" der seine Ministerposten mittels Jobhopping temporär bekleidet, kann man auch nicht mehr erwarten.

    Zwischen Zinsrückzahlung und Tilgung zu unterscheiden, hatte schon Horst Seehofer Schwierigkeiten, als er die angebliche Tilgung des Erblastentilgungsfonds öffentlich nicht erklären konnte.

    Naja, dafür verstehen unsere bayerischen Politiker wenigstens etwas davon, wie man sich persönlich möglichst legal bereichert.

    Da erklärt es sich dann auch, weshalb 5 Mrd verlorene Euro, aus Söders Sicht für den Steuerzahler erfreulich sind. Der Mann hat jeglichen Sinn für politisches Gespür verloren!

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