Nach roten Zahlen
Allianz hofft auf gewohnte Gewinne

Die Allianz Re hofft 2012 wieder die gewohnten Gewinne erzielen zu können. Angesichts von Naturkatastrophen wie dem Erdbeben in Japan war das vergangene Jahr schwierig für die Rückversicherungssparte.
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MünchenDie Rückversicherungssparte der Allianz hofft nach roten Zahlen im vergangenen Jahr 2012 auf weniger Belastungen durch Naturkatastrophen und damit wieder die gewohnten Gewinne. Normalerweise könne die Einheit einen operativen Gewinn von 300 bis 400 Millionen Euro machen, sagte der neue Chef der Allianz Re, Amer Ahmed, am Dienstag in München. 2011 fielen allerdings Verluste von gut 100 Millionen Euro an. Angesichts der Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie den verheerenden Fluten in Thailand sei das Jahr extrem schwierig gewesen. 2012 dürfte sich das Blatt aber wieder wenden, so Ahmed.

Der gebürtige Pakistaner betonte, vergangenes Jahr seien 60 Prozent der Schäden in der Region Asien/Pazifik angefallen statt sonst 15 Prozent. Die wochenlangen Überschwemmungen in Thailand hätten viele Experten, die auf solche Risiken spezialisiert sind, überrascht. Auch spiele die Hauptstadt Bangkok für die globale Industrie eine wesentlich größere Rolle als noch vor einigen Jahren. Oft würden in Asien nicht die richtigen Preise für Policen genommen, weil die Märkte hart umkämpft seien. Das müsse sich nun ändern.

Dann könne die Allianz Re, die in erster Linie interne Risiken übernimmt, aber auch externe Kunden hat, wieder eine Schaden/Kosten-Quote von deutlich unter 100 Prozent erreichen. Bei dieser wichtigen Kennziffer für die Profitabilität von Versicherungsfirmen sind Werte oberhalb von 100 Prozent schlecht, weil dann die Zahlungen für Schäden und die Verwaltungskosten nicht mehr aus den Prämieneinnahmen gedeckt werden können. Die Allianz Re kam 2011 auf schwache 108 Prozent. Darin spiegeln sich die hohen Kosten für Naturkatastrophen wider.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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