Nach Schließung
Mitglieder der City-BKK vor Zwangszuweisung

Mitglieder der insolventen Krankenkasse haben noch bis Donnerstag Zeit, um eine neue Kasse zu suchen. Dann werden sie von ihrem Arbeitgeber, der Arbeitsagentur oder dem Rentenversicherer einer Kasse zugewiesen.
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Auch zwei Wochen nach Schließung der insolventen City BKK haben sich 15.000 ihrer ehemals 125.000 Mitglieder noch nicht bei einer neuen Krankenkasse angemeldet. Dies teilte der BKK Bundesverband am Mittwoch in Berlin mit. Am Donnerstag endet allerdings die Frist, bis zu der sich die einstigen Mitglieder der City BKK eine neue Kasse suchen können.

Danach werden sie von ihrem Arbeitgeber, der Arbeitsagentur oder dem Rentenversicherungsträger zwangsweise einer neuen Kasse zugewiesen. „Wer von den ehemals bei der City BKK Versicherten noch keine neue Krankenkasse gewählt hat, sollte dies sofort tun,“ mahnte Verbands-Geschäftsführer Heinz Kaltenbach.

Sorgen um ihren Versicherungsschutz brauchen sich die ehemaligen City BKKler allerdings nicht zu machen. Mit der alten Chipkarte ist die medizinische Versorgung sichergestellt. Die anfallenden Rechnungen werden nach Angaben einer Sprecherin von der „City BKK in Abwicklung“ gesammelt und dann später rückwirkend von der neuen Kasse bezahlt.

Bei den bislang noch nicht bei einem neuen Unternehmen gemeldeten Personen handele es sich keinesfalls in erster Linie um Pflegebedürftige oder Demente. Bei diesen hätten im Gegenteil die Pflegeheime dafür gesorgt, dass sie rechtzeitig bei einer neuen Kasse untergekommen seien.

Neben den 125.000 Mitgliedern waren bei der City BKK im Mai rund 30.000 Familienangehörige beitragsfrei mitversichert. Anfang des Jahres verfügte die Kasse noch über insgesamt 185.000 Versicherte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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