Nach Talfahrt Privatkundengeschäft der Banken erholt sich

Die Entwicklung im weltweiten Privatkundengeschäft zählt derzeit zu den Lichtblicken im Bankengewerbe. Während sich die Einnahmen über die gesamte Finanzkrise hinweg relativ stetig entwickelten, hat sich nun auch die Gewinnsituation wieder deutlich gebessert.

FRANKFURT. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervor.

"Die Erträge im Privatkundengeschäft sind weiterhin äußerst stabil. Nach einem sehr schlechten vierten Quartal sind die Banken hier im ersten Vierteljahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Es spricht einiges dafür, dass wir zumindest in diesem Segment die Wende in der Finanzkrise sehen", sagt Reinhard Messenböck, Partner und Bankenexperte bei BCG. "Das Retail-Geschäft der Banken lief im ersten Quartal in Summe etwas besser als erwartet", ergänzt Ulrich Hoyer, Partner bei der Beratungsgesellschaft zeb. Neben sinkenden Kosten hat sich laut der BCG-Studie auch erstmals seit 2006 global eine leichte Entspannung bei der Risikovorsorge für Kreditausfälle eingestellt. "Die Risikovorsorge bleibt auf hohem Niveau. Der Höhepunkt scheint aber aus heutiger Sicht zumindest in den USA überschritten", sagt Reinhold Leichtfuss, Senior Partner bei BCG.

Für Oliver Mihm, Vorstand bei der Beratungsgesellschaft Investors Marketing, bietet sich bei genauerem Hinsehen ein differenziertes Bild. Die Gesamtbilanz sei - auch mit Blick auf das zweite Quartal 2009 - insgesamt positiv. Allerdings rühre ein wesentlicher Effekt aus der wieder steileren Zinskurve, die zu steigenden Zinseinnahmen führt. Dagegen schlage die Zurückhaltung der Kunden bei Wertpapiertransaktionen - etwa beim Fondsabsatz - auf der Provisionsseite negativ zu Buche. Bei einigen Instituten seien die Provisionserträge sogar um 50 Prozent eingebrochen, gibt Mihm zu bedenken.

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