Nach Wirtschaftssanktionen
Russland will mit 20 Milliarden Dollar eine Bank retten

Die russische staatliche Entwicklungsbank VEB leidet unter den Sanktionen, die der Westen im Zuge der Ukraine-Krise gegen Russland verhängt hat. Jetzt muss das Institut mit einer immensen Summe gerettet werden.

Russland will bis zu 20 Milliarden Dollar in die Stützung seiner staatlichen Entwicklungsbank VEB pumpen. "Das ist die Zahl, die derzeit diskutiert wird", sagte Finanzminister Anton Siluanow im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug müsse die VEB aber ihr Geschäftsmodell ändern. Klar sei, dass die VEB gerettet werden müsse.

"Denn sonst würde das die Kreditwürdigkeit unserer Finanzinstitutionen belasten." Eventuell könne sogar das Rating der russischen Föderation unter Druck geraten.

Siluanow ließ in dem am Dienstag geführten Interview sowohl die Form möglicher Finanzhilfen als auch den Zeitraum offen. Er sagte lediglich, mit 20 Milliarden Dollar wären die Verpflichtungen des Instituts "über mehrere Jahre" gedeckt.

Das Finanzministerium ist gegen deren Einsatz, weil dadurch direkt der Staatshaushalt betroffen wäre, der angesichts des niedrigen Ölpreises und der schwachen Wirtschaft bereits unter Druck ist.

Die VEB leidet unter den Sanktionen, die der Westen gegen Russland im Ukraine-Streit verhängt hat. Zudem hatte die Zeitung "Kommersant" jüngst berichtet, dass die Bank Probleme habe wegen einer großen Zahl fauler Kredite in ihren Büchern. Sie war maßgeblicher Geldgeber für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi und hat russischen Investoren acht Milliarden Dollar für Projekte in der Ost-Ukraine geliehen - wo nun aber seit langem gekämpft wird.

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