Neue Milliarden gebilligt Dexia wird zum Fass ohne Boden

Die zerschlagene Bank soll mehr Staatsgeld erhalten. Frankreich, Belgien und Luxemburg wollen das Institut mit zehn Milliarden Euro zusätzlich stützen. Die EU-Wettbewerbshüter geben grünes Licht - aber nur befristet.
Update: 06.06.2012 - 19:51 Uhr 14 Kommentare
Geldinstitut in Auflösung: Arbeiter zerlegen den Schriftzug am Dexia-Hauptsitz in Brüssel. Quelle: dapd

Geldinstitut in Auflösung: Arbeiter zerlegen den Schriftzug am Dexia-Hauptsitz in Brüssel.

(Foto: dapd)

BrüsselDie angeschlagene Großbank Dexia kann vorläufig erhöhte staatliche Garantien aus Frankreich, Belgien und Luxemburg erhalten. Das grüne Licht für die Aufstockung um 10 Milliarden Euro auf nun 55 Milliarden Euro sei „im Interesse der Finanzstabilität“ und bis 30. September befristet, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Das Kreditinstitut wurde im Strudel der Bankenkrise schon zweimal mit Staatshilfen gerettet.

Frankreich, Belgien und Luxemburg wollten die Staatshilfen für den in Abwicklung befindlichen Finanzkonzern Dexia um zehn Milliarden Euro auf 55 Milliarden Euro erhöhen. Die Kommission als oberste Wettbewerbsaufsicht musste die Subventionen allerdings noch freigeben. Sie hatte erst letzte Woche die Verlängerung der 45-Milliarden-Euro-Stütze um vier Monate erlaubt.

Der belgischen Zeitung "Le Soir" zufolge war Belgien, das für 60,5 Prozent der Garantien bürgt, zunächst skeptisch gegenüber einer Erhöhung, habe sich dann aber dafür entschieden, weil Dexia die bisherige Stütze fast gänzlich ausnutze. Frankreich steht für 36,5 Prozent der Hilfen gerade, Luxemburg für drei Prozent.

Dexia stand im vergangenen Jahr infolge der Euro-Schuldenkrise kurz vor dem Zusammenbruch und wird deshalb abgewickelt. So firmiert der ehemalige belgische Zweig des Konzerns seit März unter dem Namen Belfius, der Luxemburger Zweig soll an eine Investorengruppe aus Katar verkauft werden.

  • afp
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14 Kommentare zu "Neue Milliarden gebilligt: Dexia wird zum Fass ohne Boden"

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  • Und ich rede nicht über Kredite mit einer kurzfristigen Refinanzierung wie es auch bei der Depfa durchgeführt wurde, sondern um einige Prozesse verschiedener Kommunen gegen Dexia, weil Dexia strtuktuierte Kreditmodelle an diese vertrieben hat.

    Sie schreiben offensichtlich über etwas anderes.

  • Also, hier wollen wir doch mal klarstellen, dass die Dexia über eine Bad Bank verfügt und an diese wurden 95 Milliarden Euro an riskanten Wertpapieren ausgelagert. Dies ereignete sich circa in 10/11.

    Ich rede hier auch nicht über die Forderungshöhe gegen GRiechenland nach dem Schuldenschnitt der Griechenlandanleihen, sondern über die Werte der Anleihen vor dem Schuldenschnitt.

    Kann mir mal jemand sagen, warum ich ohne die ausgelagerten Werte an die Bad Bank rechnen sollte?

  • Guten Tag,.... Dexia zerbrach nicht an der Europa-Misere,..Nein,... In Amerika haben Frittenfresser Milliardenbetraege in saure Kredite gesteckt... ohne den leisesten Schimmer vom wahren Geschehen zu haben. Froschfresser die kaum der eigenen Sprache maechtig waren wurden zu Direktoren ernannt,... Geld wurde gekoffert,... Back to Back- Kredite falsch datiert,... Waffengeschaefte finanziert,... Frittenfresser die drei Wochen frueher noch Laufbursche waren wurden aufgrund ihrer Mobbingkenntnisse zum Leiter des Haendlersaales ernannt. Wenn Sie wuessten was da lief,.... Griechenland war das kleinste Problem. Da faellt Mir ein,... merken Sie sich den Namen " Fortis " schon mal vor. Da passiert genau das Gleiche. Die Idioten hatten die ABN Amro schlucken wollen. Saupack ! Besten Dank

  • Sie irren. Das Problem lag in der zu kurzfristigen Refinanzierung, nicht im Ausfall der Kredite. So wie bei der HRE.

  • Dexia hielt im Oktober 2011 noch für knapp 4 Mrd. Euro griechische Staatsanleihen.

  • Guten Tag,... Richtig. Besten Dank

  • Guten Tag,.... Erinnern Sie sich noch was Ich vor 3 Jahren sagte. ..... Ein grosser boeser Vogel kreist ueber dieser Geldwaschanlage;.... er heisst Pleitegeier. Der Teufel hole diese Scheisskerle,.... Narmon, Miller, Richard, Wagner, De Haene, Mariani.... Ich weiss wovon Ich rede,.... Glauben Sie mir. Besten Dank

  • Ja, und die Berater der DEXIA haben sogar struktuierte Darlehen an die Kommunen verkauft. Und DEXIA hat für diesen Betrug den Beratern soviele Provisionen bezahlt, dass sofort klar war, dass die französischen Kommunen diese Darlehn teuer bezahlen müssen, denn von irgendwo muss das Geld ja kommen.

    Was hat eigentlich die Bankaufsicht in Frankreich die letzten Jahre gemacht? Die Peformance in Frankreich ist grausam schlecht! Liebe Franzosen, habt ihr einen guten Grund, warum wir helfen sollen? Ich hätte ihn gerne, weil ich mir momentan von Frankreich ziemlich ausgenutzt vorkomme. Mit anderen Worten: Ihr gehört unter gute Aufsicht und damit unter den Rettungsschirm.

  • Dexia hat immerhin Griechenland 75 millarden EURO über Staatsanleihen geliehen. Gerade wurde durch Hollandes das Renteneintrittsalter der Franzosen auf 60 Lebensjahre gesenkt.

    Was haben die Franzosen geraucht? Die haben wohl den Schuss nicht gehört. Ich sehe ja überhaupt nicht ein, dass meine deutschen Landsleute bis 67 arbeiten und die Schulden der französischen Bürger abzubauen, während der Franzose mit lockeren 60 Lenzen zuschaut, wie sich der Deutsche abrackert.

    Was ist denn das für ein Sozialismus? Hier hört der Spaß auf Mr. Hollandes. Es sieht nach Rettungsschirm für Frankreich aus. Oder vielleicht doch lieber Neuwahlen?

  • ... und so wird es mit den Spanischen Banken auch passieren. Massive Verluste und alle Banken sind betroffen, inkl. BBVA, Santander etc da Sie alle die selben Aktiva haben (Spanische Immobilien)

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