Neue Positionierung: Aus Scudder wird DWS

Neue Positionierung
Aus Scudder wird DWS

Nachdem Scudder-Kunden in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 5,1 Milliarden Dollar abgezogen haben, versucht die Deutsche Bank einen Neustart bei ihrer problembeladenen US-Anlagesparte.

NEW YORK/FRANKFURT. Zum einen erhalten alle Fonds des bislang Scudder genannten Geschäftsbereichs den Markennamen DWS. Das geht aus einem Schreiben an die Investoren der Scudder-Fonds hervor. Zudem kündigte die Bank eine Einigung mit US-Behörden wegen des Vorwurfs unsauberer Geschäftspraktiken bei einigen Fonds an. Weiter legt die nun „DWS Scudder“ genannte Sparte mehrere Fonds zusammen und vereinheitlicht die Gebührenstruktur.

Laut Finanzkreisen dürfte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann am heutigen Donnerstag bei der Bekanntgabe des Konzernergebnisses eine neue Strategie für die kriselnde US-Fondssparte vorstellen. „Die Deutsche Bank räumt auf im US-Fondsgeschäft“, sagte Fondsanalyst Greg Carlson vom Chicagoer Researchhaus Morningstar, „der Abschied vom Traditionsnamen Scudder macht Sinn, weil er längst zur Last geworden ist“.

Scudder bot in den 1920er Jahren als erste Anlagefirma US-Fonds ohne Ausgabeaufschlag an. Doch für die Deutsche Bank erwies sich die 2002 vom Schweizer Versicherer Zurich Financial Services übernommene Tochter als Sanierungsfall. Sie wechselte mehrfach die Geschäftsführung aus und baute, auch durch Verkäufe von Firmenteilen, 3000 Stellen ab.

Seit März vergangenen Jahres führt Axel Schwarzer die Sparte in New York. Er arbeitete zuvor als Marketing- und Produktchef bei der DWS in Frankfurt. Außerdem ernannte Kevin Parker, Chef der gesamten Anlagesparte des Deutsche-Bank-Konzerns, den DWS-Veteran Axel Benkner zum Leiter des gesamten Fondsgeschäfts. Parker verkaufte zudem institutionelle Aktien- und Anleihefonds an die britische Firma Aberdeen Asset Management.

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