Neue Regeln: Deutsche Bank reduziert US-Bilanz

Neue Regeln
Deutsche Bank reduziert US-Bilanz

Mit einem neuen Regelwerk zwingt die US-Notenbank die internationalen Großbanken, ihr Geschäft in den USA neu zu organisieren. Darum muss nun auch die Bilanzierung der Deutschen Bank umgestellt werden.
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BangaloreDie Deutsche Bank plant wegen der neuen US-Regeln für Auslandsbanken einem Zeitungsbericht zufolge die Reduzierung ihrer dortigen Bilanz. Um die Bilanzsumme um ein Viertel auf 300 Milliarden Dollar zu senken, sollten verschiedene Geschäftsbereiche anderweitig angesiedelt werden, berichtete die „Financial Times“.

Dazu zählten etwa die Aktivitäten der Bank in Mexiko oder die in Frankfurt und Tokio ansässigen Repo-Geschäfte, die jedoch der Bilanz in den USA zugeschlagen werden. Diese könnten nun Europa oder Asien zugeordnet werden. Die Repo-Geschäfte in den USA, mit denen sich Banken gegenseitig finanzieren, könnten zudem deutlich zurückgefahren werden.

Internationale Großbanken müssen in den USA künftig erheblich verschärfte Kapitalvorschriften befolgen. Die US-Notenbank Federal Reserve verabschiedete vergangene Woche ein Regelwerk, das 15 bis 20 ausländische Institute zwingt, eigene Zwischenholdings in den USA zu gründen, in denen ihr Geschäft dort gebündelt ist.

Diese müssen eigenständig mit Eigenkapital und den nötigen Barmitteln ausgestattet werden. Die Deutsche Bank gab sich gelassen. Finanzchef Stefan Krause sagte der Zeitung, das Geldhaus werde die neuen Vorschriften erfüllen.

Im Kern der neuen Vorschriften werden die US-Tochterfirmen ausländischer Banken von den amerikanischen Regulierungsbehörden nun ähnlich behandelt wie einheimische Institute. So soll sichergestellt werden, dass im Falle einer neuerlichen Krise ein ausreichender finanzieller Puffer in den Vereinigten Staaten zur Verfügung steht. Bislang reichte es, wenn die im Ausland sitzende Konzernmutter genügend Kapital nachweisen konnte.

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