Neue Santander-Chefin Ana Botín
Die mächtigste Bankerin Europas

Ana Botín besteigt nach dem Tod ihres Vaters Emilio den Thron von Spaniens größter Bank Santander. Konkurrenten und Analysten überschlagen sich mit Vorschusslob. Den großen Botín wird sie wohl nicht übertreffen können.
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Es sind große Fußstapfen, in die Ana Botín tritt. Schon lange vor dem Tod ihres Vaters wurde gerätselt, wer einmal den großen Emilio Botín als Chef von Spaniens größter Bank beerben könnte, wer fähig dazu sein würde. Nun ist es an seiner ältesten Tochter, das Werk ihres Vaters nach dessen überraschendem Tod infolge eines Herzinfarktes am 9. September fortzuführen. Der Aufsichtsrat der Bank hat sie zur Nachfolgerin ernannt und setzt damit eine lange Tradition des Geldinstitutes fort. Bereits seit vier Generationen wird Santander von den Botíns geleitet – dabei hält die Familie nur noch zwei Prozent an dem Unternehmen.

Analysten, Konkurrenten und Weggefährten überschlagen sich mit Vorschusslorbeeren für die 53-Jährige. „Ana Botín ist bereits eine der am meisten respektierten Bankerinnen der Welt", lobte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Mit ihrer Erfahrung, Urteilsfähigkeit und starken Management-Skills wird sie Santander weiter zu einer der wichtigsten Geldinstitute der Welt machen." „Sie ist sehr fokussiert und wird eine gute Nachfolgerin sein", sagte Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.

Anas Vater Emilio führte die Bank seit 1986 und sorgte mit geschickten Zukäufen dafür, dass Santander von einem kleinen spanischen Institut zur größten Bank der Euro-Zone aufstieg. Bereits seit 26 Jahren arbeitet die älteste von sechs Kindern beim Unternehmen, zuletzt als Chefin der Santander-Geschäfte in Großbritannien. Das Geschäft auf der Insel war in den letzten Jahren Gewinntreiber und gleichte die Schwierigkeiten auf dem spanischen Markt aus.

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  • Zitat aus Artikel:"Das Geschäft auf der Insel war in den letzten Jahren Gewinntreiber und gleichte die Schwierigkeiten auf dem spanischen Markt aus."
    Gibt es eine neue Rechtschreibreform, die ich verpasst habe? Als Vergangenheitsform von "ausgleichen" kenne ich nur "glich ... aus".
    Als ich "gleichte" gelesen habe, kam mir das so falsch vor, wie nur irngendwas. Und noch immer kann man den Text nicht lesen und schreibt "blind" ohne das geschreibenen lesen zu kölnnen und Fehler zu berichtiguigen.

  • Ich sag´s ja: Feudalgesellschaften dort am Mittelmeer ...

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