Neue Stresstests: IWF sorgt sich erneut um Europas Banken

Neue Stresstests
IWF sorgt sich erneut um Europas Banken

Der Internationale Währungsfonds (IWF) befürchtet neuerliche Probleme am EU-Bankenmarkt. Immobilienmarktblasen und Reformmüdigkeit in einigen Ländern könnten zur Gefahr werden, warnt die mächtige Finanzorganisation.
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New YorkEuropa braucht eine neue Runde von Stresstests für seine Banken. Das jedenfalls empfiehlt der Internationale Währungsfonds (IWF), nachdem er das EU-Finanzsystem erstmals in einer Studie in seiner Gesamtheit analysiert hat.

Seit Ausbruch der Finanzkrise sei zwar bereits sehr viel zur Verbesserung der Kapitalausstattung der Banken geschehen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Bericht. „Um den Prozess wieder zu verstärken, sollten die nationalen Aufsichtsbehörden unter Führung der EU eine Untersuchung ausgewählter Teile der Banken unternehmen“, heißt es weiter. Gleichzeitig warnt der Bericht davor, dass ein Platzen von Immobilienblasen in besten Ländern die Banken in Probleme bringen könnte.

Mit anderen Worten: Der IWF hat Sorge, dass bestimmte Portfolien in den Büchern der Banken gegen einen Kollaps der Immobilienpreise nicht ausreichend mit Kapital abgesichert sind. In Spanien etwa hatte ein Zusammenbruch der Häuserpreise in den vergangenen Jahren das gesamte Bankensystem an den Rande des Zusammenbruchs gebracht und indirekt auch die Finanzsysteme der anderen EU-Länder vor Probleme gestellt.

Der Bericht nennt weder Ländernamen noch Banken. Aber zuletzt gab es immer wieder Spekulationen, der niederländische Immobilienmarkt stehe vor einer heftigen Korrektur oder die Häuserpreise in einigen Teilen Deutschlands seien ungesund weit gestiegen.

Die EU und die nationalen Aufsichtsbehörden hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Stresstests durchgeführt, in denen sie die Widerstandskraft der Banken der Währungszone überprüfte. Eine Reihe von Banken musste sich daraufhin frisches Kapital beschaffen. Offenbar waren diese Stresstests aus Sicht des IWF nicht gründlich genug oder haben durch eine Änderung der Rahmenbedingungen ihren Wert teilweise verloren.

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  • Sorge um europäische Banken die 500 MRD bei der EZB für 3% Bunkern die siefür 1% erhalten, um erneut gerettet werden zu müssen. diese Arschlochretterei ist grandios.

  • Um die europäischen Banken braucht man sich wirklich keine Sorgen zu machen. Diese haben ja (derzeit noch) genügend Einlagen, die man in der EUdSSR einfach mal so per Dekret klauen kann. Siehe Zypern. Anscheinend kein großes Thema für das HB.

    Leute, hört die Fanfaren!

  • Dr. Sonja Radatz

    Es ist für mich immer wieder erstaunlich zu lesen, dass "Reformmüdigkeit" offensichtlich dazu führt, dass immer noch mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird. Nach wie vor besteht hier das Denken, dass "die Dinge eben so viel kosten, wie sie kosten" - und dann auf Basis der hoch ineffizienten Gestaltung von Leistungen (Schulen, Verwaltungsarbeit, weitere staatliche Aufgaben) ganz einfach Kosten in der immer gleichen Höhe weiter getragen werden.
    Was in Ländern wie auch in den meisten Unternehmen, die ich begleite, zu Beginn nicht klar ist: Es gibt wie im Privatleben immer einen Rahmen, der einzuhalten ist. Wenn dieser Rahmen kleiner ist als bisher, dann müssen wir unsere Prozesse und Vorgehensweisen grundsätzlich anders gestalten. Was bedeutet: Es wäre relativ einfach, die maximalen Kosten eines Landes wie die eines Unternehmens vorweg fix zu definieren und dann zu überlegen, wie diese bei Sicherung der Ergebnisse eingehalten werden können. Klingt zu simpel? Nein, es ist simpel. Ich erlebe die Sofort-Ergebnisse jeden Tag in den Unternehmen, die wir begleiten - egal welcher Größe.

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