Neue Studie für 2013
Tausende Jobs weniger in Londons Finanzviertel

Rund 6000 neue Stellen in der Londoner City hatte das CEBR bislang vorhergesagt. Das sei nun nur noch Makulatur, gibt das Wirtschaftsforschungsinstitut nun selbst zu. Stattdessen würden weitere 13.000 Stellen gestrichen.
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LondonIn London ansässige Banken und Finanz-Dienstleister werden einer Studie zufolge ihre Schrumpfkur im kommenden Jahr fortsetzen und weitere 13.000 Stellen streichen. Weil die Unternehmen in der Hauptstadt seit 2007 wegen der Finanz- und Schuldenkrise bereits über 100.000 Mitarbeiter entlassen haben, würde die Zahl der Beschäftigten in der Branche dadurch auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren fallen, erklärte das Centre for Economics and Business Research (CEBR) am Dienstag.

Das Institut hatte bislang für das kommende Jahr 6000 neue Stellen in der Londoner City prognostiziert. Die schleppende Entwicklung der Branche in diesem Jahr habe diese Erwartung jedoch zur Makulatur gemacht.

Der Finanzsektor ist für die britische Konjunktur von sehr großer Bedeutung, weil er gut zehn Prozent zur gesamten Wirtschaftsleistung beiträgt - mehr als die Industrie. Er hatte daher entscheidenden Anteil am langanhaltenden wirtschaftlichen Boom des Landes, der mit der Finanzkrise 2008 abrupt in eine tiefe Krise mündete.

In diesem Jahr hat die Schuldenkrise sowohl den Handel an den Finanzmärkten als auch die Zahl der Übernahmen gebremst. Deshalb streichen nicht nur große internationale Player wie die Deutsche Bank und die UBS viele Stellen in London, sondern auch zahlreiche kleine Finanzfirmen.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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