Neues Zuhause für Banker: Profitiert Frankfurt vom Brexit?

Neues Zuhause für Banker
Profitiert Frankfurt vom Brexit?

Die politischen Vorbereitungen zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union laufen. Damit wird auch die Frage immer drängender, wo all die Banker Londons hin sollen. Erlebt Frankfurt jetzt einen Ansturm?
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Frankfurt/London„See you in Frankfurt“ – „Bis bald in Frankfurt“, rief Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) seinen Gästen jüngst im Schweizer Alpenort Davos zu. Hessens größte Stadt hatte beim Weltwirtschaftsforum zum Empfang geladen. Die Absicht war klar: Frankfurt will vom Brexit profitieren und möglichst viele Banker von der Themse an den Main locken. Doch wird Deutschlands Finanzmetropole der ungleich größeren Schwester London nennenswert Geschäft abnehmen können? Experten zweifeln daran.

Um wie viele Jobs geht es überhaupt?

Optimisten erwarten, dass in den nächsten Jahren mindestens 10.000 Jobs an den Main verlagert werden. Denn Banken brauchen für Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Union rechtlich selbstständige Tochterbanken mit Sitz in einem EU-Staat. Treten die Briten aus der EU aus, müsste eine Alternative her. Doch andere Stimmen mahnen vor allzu großen Hoffnungen: Es könnten mehr Jobs in London bleiben als erwartet, zudem sind auch andere Städte im Rennen.

Wer sind die schärfsten Konkurrenten Frankfurts?
Um Banker aus London buhlen auch Paris, Madrid, Dublin, Luxemburg und Amsterdam. Die Organisation Paris Europlace - dort ist die französische Finanzbranche vertreten - bewarb im vergangenen Jahr Paris als führend in Kontinentaleuropa „vor Frankfurt und Amsterdam“. Auch Spanien möchte profitieren, wie Vizepräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría im Sommer betonte. So würde die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft gern die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA ins Land holen, wahlweise nach Madrid oder Barcelona.

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