Noch dieses Jahr
Raiffeisen will Krisen-Hilfe zurückzahlen

2,5 Milliarden Euro hat die österreichische Raiffeisen-Gruppe in der Krise erhalten, auch von privaten Investoren. Diese sollen ihr Geld nun im Jahresverlauf zurückerhalten. Den größten Gewinn macht die Bank in Russland.
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WienDie österreichische Raiffeisen -Gruppe will die in der Krise erhaltenen Hilfen von privaten Investoren noch im laufenden Jahr zurückzahlen. Um die Transaktion über insgesamt 750 Millionen Euro zu bewerkstelligen, plant die Bankengruppe im Vorfeld noch Kapital aufzunehmen, sagte Raiffeisen-Zentralbankchef Walter Rothensteiner am Montag. Er ist zugleich Aufsichtsratschef der börsenotierten Osteuropa-Tochter Raiffeisen Bank International.

Die Gruppe hatte in der Krise insgesamt 2,5 Milliarden Euro an Hilfen erhalten - 1,75 Milliarden Euro davon vom Staat. Eigentlich wollte die RBI die komplette Summe bereits vor Monaten zurückzahlen. Die Aufseher hatten dafür jedoch wegen der Ukraine-Krise kein grünes Licht gegeben. Daher hatte die Bank Anfang Juni zunächst nur 1,75 Milliarden Euro an den Staat zurückgezahlt. Die verbleibenden 750 Millionen sind breit gestreut: Ein Drittel hält das deutsche Schwesterinstitut DZ Bank, ein Drittel die eigene Mutter RZB und ein weiteres Drittel private Investoren.

Die Raiffeisen Bank International ist mit großen Töchtern sowohl in der Ukraine als auch in Russland vertreten - Russland ist der größte Gewinnbringer der Bank. Trotz der Krise laufe das Geschäft in beiden Ländern „relativ klaglos“, sagte Rothensteiner. Zu schaffen mache der Bank vor allem die Abwertung der lokalen Währungen Rubel und Hrywnia, weil viele Kunden dadurch Probleme hätten, ihre Fremdwährungskredite - etwa in Dollar - zurückzuzahlen. Die Tochter RBI hat Anleger daher für das laufende Jahr bereits auf höhere Vorsorgen für faule Kredite zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro eingestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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