Nordea legt Quartalszahlen vor: Schwedens Banken zeigen Stärke

Nordea legt Quartalszahlen vor
Schwedens Banken zeigen Stärke

Die nordeuropäischen Banken konnten trotz steigender Kosten und niedriger Zinsüberschüsse überragende Ergebnisse präsentieren. Das liegt vor allem an der vergleichsweise hohen Risikobereitschaft.

STOCKHOLM. Einen besseren Abschluss hätte sich Lars G. Nordström nicht wünschen können: Der Chef von Nordeuropas größter Bank, der schwedischen Nordea, präsentierte am Mittwoch seinen letzten Quartalsbericht, bevor er im April dieses Jahres in Pension geht. Und die Zahlen für das vierte Quartal 2006 zählen zu den besten, die der nordeuropäische Bankriese jemals vorgelegt hat. An der Börse in Stockholm wurde das am gestrigen Tag mit einem Kursanstieg der Nordea-Aktie von zwischenzeitlich 1,5 Prozent belohnt.

Die Bank, die durch Fusionen schwedischer, finnischer, norwegischer und dänischer Finanzdienstleister entstanden ist, konnte in nahezu sämtlichen Disziplinen glänzen: Die Eigenkapitalrendite erreichte mit 22,9 Prozent einen neuen Rekordwert, doch auch die Zinserträge von gut einer Mrd. Euro können sich sehen lassen. Im Vorjahresquartal lagen sie um knapp zehn Prozent niedriger, obwohl die Zinsen im vergangenen Jahr einen neuen Niedrigstand erreichten.

Gerade die Zinserträge waren das Sorgenkind der übrigen schwedischen Banken. SEB, Swedbank und zuletzt Handelsbanken konnten in den vergangenen Wochen zwar ebenfalls sehr gute Ergebnisse präsentieren und mit Eigenkapitalrenditen von rund 20 Prozent glänzen, gemeinsamer Schwachpunkt waren jedoch die niedrigen Zinsüberschüsse. Die Großbank Nordea meisterte die niedrigeren Margen besser als die Konkurrenz durch eine offensive Jagd auf Sparkunden. Durch ein deutlich gestiegenes Volumen der Spareinlagen konnte die Bank den Zinsertrag auf einem hohen Niveau halten.

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