Notfallplan: Ostdeutsche Sparkassen liebäugeln mit WestLB

Notfallplan
Ostdeutsche Sparkassen liebäugeln mit WestLB

Der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) will auf Notfallpläne zurückgreifen, falls der Deutsche Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) wider Erwarten doch nicht zum Zug kommt bei der zum Verkauf stehenden Landesbank Berlin Holding AG (LBB). Denkbar wäre in diesem Zusammenhang eine Liaison mit der WestLB.

fmd BERLIN. „Wer unternehmerisch tätig ist, hat Wunschvorstellungen“, sagte der Präsident des OSV, Claus Friedrich Holtmann, am Dienstag in Berlin. Der OSV stehe fest hinter der gemeinsamen Strategie der deutschen Sparkassenorganisation zum Erwerb der LBB, zu der auch die Berliner Sparkasse gehört. Aber man müsse sich auch mit anderen Szenarien auseinander setzen. Details verriet Holtmann nicht, doch der OSV hat nie dementiert, dass auch eine Liaison mit der WestLB denkbar wäre, wenn der DSGV scheitern sollte. Die WestLB wird noch in diesem Jahr bei der SachsenLB einsteigen, hat damit also starke Berührungspunkte mit dem OSV.

Mit der WestLB, der HSH Nordbank, der Landesbank Baden-Württemberg und der BayernLB haben insgesamt vier Landesbanken ihr Interesse bekundet. Insgesamt sind 19 Interessenbekundungen für die LBB eingegangen.

Gab es in anderen Regionalverbänden Kritik am Vorgehen des DSGV, so votierten die 60 Mitgliedssparkassen aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt bislang einstimmig für den DSGV-Vorschlag. Die in der Regel kapitalkräftigen ostdeutschen Sparkassen wollen sich bis maximal 500 Mill. Euro an dem DSGV-Gebot beteiligen. „Für eine Sparkassengruppe, die im Verbund sehr eng mit der LBB und der Berliner Sparkasse kooperiert, ist es von großer Wichtigkeit, dass die Berliner Sparkasse nicht aus dem Sparkassenlager herausgetrennt wird“, so Holtmann.

Die OSV-Mitglieder zählen nach Einschätzung des Präsidenten zur Champions-League der deutschen Sparkassen. Allerdings zeigt das Ergebnis Bremsspuren. So ist nach vorläufiger Einschätzung die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern von 15,5 Prozent auf 14,2 Prozent gesunken. Allerdings konnten auch 2006 keine „signifikanten Kundenabwanderungen“ festgestellt werden – trotz „aggressiver Wettbewerber“.

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