Number 26
Bargeld gibt's nur fünfmal gratis

Anfang Juni sorgte die Smartphone-Bank Number 26 für Aufsehen, weil sie rund 500 Kunden das Konto kündigte. Jetzt veröffentlich das Fintech neue Gebührenregeln: Für Gratisabhebungen gibt es künftig ein Limit.

Frankfurt Als Anfang Juni bekannt wurde, dass das Berliner Start-up Number 26 Hunderten Kunden die Kontoverbindung zum 1. August gekündigt hatte, war die Verwunderung groß – und der Ärger einiger Kunden. Die junge Finanztechnologiefirma, kurz Fintech, die zu den Stars der Branche zählt, lieferte erst einige Tage später eine Erklärung: Number 26 wollte vor allem Kunden loswerden, die häufig Bargeld abheben – denn das ist für Fintechs teuer.

Es gehe besonders um Kunden, „die ihr Number 26-Konto außer für sehr häufige Bargeldabhebungen nur wenig verwendet haben“, teilte das Unternehmen damals als Begründung für seinen Schritt mit. Im Durchschnitt gehe es um rund 15 Abhebungen pro Monat. Das Unternehmen bezeichnet das als „sehr ungewöhnliches Nutzerverhalten“.

Number 26 bietet über seinen Partner Wirecard kostenlose Girokonten an, die über das Smartphone verwaltet werden. Nach eigenen Angaben hat die Smartphone-Bank rund 160.000 Kunden und wächst weiter. Zu dem Angebot zählt auch, dass man weltweit gratis Geld an Automaten abheben kann.

Jedenfalls bisher. Denn nun hat Number 26 seine neuen Gebührenregeln veröffentlicht: Geldabheben ist nicht mehr unbegrenzt kostenlos. Der Kern der „Fair Use Policy“, wie das Unternehmen seine neuen Regeln nennt: Fünfmal pro Monat kann der Kunde, der Number 26 als Hauptkonto nutzt, in Deutschland gratis an Bargeld kommen, ab der sechsten Abhebung zahlt er jeweils zwei Euro. Wer sein Hauptkonto woanders hat, zahlt schon ab der vierten Abhebung.

Der Grund für die Gebühr: Number 26 muss selbst 1,50 bis zwei Euro berappen, wenn ein Kunde Geld abhebt. Schließlich hat die Smartphone-Bank selbst kein Automatennetz. Solange ein Kunde monatlich nur ein paarmal an den Automaten geht, halten sich die Kosten für das Fintech in Grenzen. Bei häufigen Abhebungen wird es aber richtig teuer.

„Wir sind davon ausgegangene, dass die Kunden wissen, dass viele Abhebungen für uns mit Kosten verbunden sind“, sagte Number-26-Gründer Valentin Stalf kürzlich dem Handelsblatt. „Im Nachhinein ist klar, dass wir das besser kommunizieren müssen, deshalb bringen wir die Fair-Use-Policy, in der wir alle Rahmenbedingungen für unsere Kunden transparent auflisten.“

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Bargeld gibt's nur fünfmal gratis

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Number 26 verweist auf Votum der Kunden

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