Nur unteres Ende der Analystenprognosen erreicht: HSBC kann trotzt Gewinnplus nicht glänzen

Nur unteres Ende der Analystenprognosen erreicht
HSBC kann trotzt Gewinnplus nicht glänzen

HSBC hat den Vorsteuergewinn im vergangenen Jahr mehr als deutlich gesteigert. Trotzdem blieb das Bank-Haus nur am unteren Ende der Analystenprognosen. In die Zukunft blickte die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Bank der Welt verhalten optimistisch: Einige der im Jahr 2004 belastenden Faktoren hätten sich abgeschwächt.

HB LONDON. Der Gewinn vor Steuern sei 2004 um 37 % auf 17,61 Mrd. Dollar gestiegen, teilte HSBC am Montag in London mit. Analysten hatten 17,20 bis 18,92 Mrd. Dollar vorhergesagt, wobei die durchschnittliche Erwartung 17,83 Mrd. Dollar betrug. Die Aktionäre von HSBC sollen eine um zehn Prozent höhere Dividende von 66 Cent je Papier erhalten. Die Aktien von HSBC gaben im Vormittagshandel in London 2,4 % auf 871,65 Pence nach.

Die Einnahmen bezifferte HSBC auf 50,59 Mrd. Dollar - ein Plus von 23 %. Damit lagen diese etwas über der durchschnittlichen Analystenprognose von 50,45 Mrd. Dollar. Die Kosten des laufenden Geschäfts seien im selben Tempo auf 25,88 Mrd. Dollar gestiegen. Das Volumen fauler Kredite stieg 2004 auf 6,36 nach 6,09 Mrd. Dollar im Vorjahr. Die Zahlen für das abgelaufene Jahr enthielten positive Effekte von Akquisitionen.

Für 2005 will sich das Unternehmen nach eigenen Angaben darauf konzentrieren, die Einnahmen weiter zu steigern. HSBC-Chairman John Bond sagte, die Sorgen über weltweite Ungleichgewichte wie das Haushaltsdefizit der USA hätten nachgelassen. „Unser Hauptaugenmerk für 2005 liegt darauf, weiteres Einnahmenwachstum bei verbesserter Produktivität zu erreichen“, sagte Bond. „Nie gab es mehr Gelegenheiten - sowohl geographisch als auch nach Kundengruppen - für HSBC, profitabel zu wachsen.“ Die Sparraten in einigen der am weitesten entwickelten Länder blieben allerdings zu niedrig. Daher seien mögliche, plötzliche Veränderungen im Sparverhalten „ein großer Risikofaktor für den weltwirtschaftlichen Ausblick“.

HSBC-Finanzdirektor Douglas Flint bezeichnete es bei einer Telefonkonferenz als unwahrscheinlich, dass die Bank in den USA oder Südkorea größere Zukäufe tätigt. Diese seien zu teuer. Kleinere Transaktionen schloss er dabei explizit nicht aus. „Aber die beste Gelegenheit, die sich uns bietet, ist angesichts der Bewertungen von Instituten, unser eigenes Geschäft auszubauen.“ Im vergangenen Monat hatte HSBC auf ein Angebot für die Korea First Bank verzichtet und der Konkurrentin Standard Chartered das Feld überlassen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%