„Occupy“-Bewegung
Die Gegner der Banken sind müde

In dieser Woche legen etliche Geldhäuser ihre Geschäftszahlen vor. Obwohl ein beträchtlicher Anteil der Menschen in Deutschland für eine Zerschlagung der Banken ist, erlahmt derweil die „Occupy“-Protestbewegung.
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Frankfurt, Düsseldorf„Still Occupied – 2012“, steht auf einem verblichenen Plakat am Eingang des Camps in Frankfurt geschrieben. Noch immer besetzt, auch 2012. In der Mitte des Geländes diskutieren drei junge Männer in Kapuzenpullis und zerrissenen Jeans mit Stadtpolizisten. Es geht um die Ordnung im Lager. Um kleine Dinge, die letztlich der großen Sache, dem Zerschlagen des Bankenkapitalismus, dienen sollen.

Außer der morgendlichen Diskussionsrunde ist es ruhig im Camp. Ein paar Touristen schlendern an dem bunten Zeltstädtchen vor der Europäischen Zentralbank (EZB) vorbei und knipsen mit ihren Digitalkameras. Max, der nur Max aus dem Camp heißen mag, sagt, dass sie weiter machen werden – bis zum Schluss, bis die Banken sich endlich besserten. Er zieht an seiner selbstgedrehten Zigarette und gähnt.

Die Streiter, so scheint es, sind nicht nur weniger, sie sind auch müde geworden. Und das obwohl sich in einer Umfrage des Online-Marktforschers mafo.de für Handelsblatt Online 43,7 Prozent der 1000 Befragten für eine Zerschlagung der Großbanken ausgesprochen haben.

Seit mehr als einem halben Jahr belagern in Frankfurt Anhänger der Antibankenbewegung die Europäische Zentralbank (EZB). Andernorts sind die Camps der ursprünglich an der New Yorker Wall Street entstandenen „Occupy“-Bewegung schon lange geräumt, in Berlin beispielsweise seit Jahresbeginn.

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Obdachlose und Drogenabhängige belagern das Camp

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  • Aus der Beweungung sind durchaus konkrete Forderungen entstanden. Die Medien greifen diese nicht auf: Weil sie vielleicht lieber darstellen, dass diese Bewegung scheitert?
    Beispiel: die Petition an den Bundestag gegen Nahrungsmittelspekulation - Zur Petition, weitere Informationen, Pressemitteilungen: http://occupy-occupy.de/

  • Occupy geht über die das Camp hinaus, dass sich hauptsächlich mit dort vorhandenen Alltagsproblemen beschäftigt.

    So entstand aus der Occupy-Bewegung eine durchaus konkrete Aktion, nämlich die die Petition gegen Nahrungsmittelspekulation an den Bundestag: http://occupy-occupy.de/

  • wenn 100 menschen 6 monate zelten nehmen das die mächtigen eben nicht wahr obwohl deren argumente erdrückend sind und der rest gerade genug geld hat um über den monat zu kommen, aber auch das wird sich ändern die menschen werden kommen und es ist wie mit griechenland heute könnte man mit vernunft eine günstige einigung finden ind 2 jahren werden millionen auf den strassen sein, es werden menschen sterben und die reichen und mächtigen die man dann erwischt mit denen wird man nicht gut umgehen, also wie dumm sind die da oben eigentlich? sie wissen was kommt und zwingen das volk dazu auf die strasse zu gehen, also ist es ihre schuld und glaubt doch nicht an den großen bluff von der eurokrise, das große geld kauft nur keine staatsanleihen mehr damit die regierungend das machen was sie sagen, rechte weg, freiheit weg, ersparnisse weg, natürlich nur vom einfachen bürger weg und dann kommt der krieg ist immer so gewesen wird auch diesmal so sein und die handvoll die überlebt, kann dann wieder sagen das hat ja keiner ahnen können. quatsch es will nur keiner glauben und zuhören.

    man muss nur mal schauen wie wir gegeneinander aufgewiegelt werden.

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