OECD
Banken der Euro-Zone müssen gestärkt werden

Die OECD drängt zum Handeln: In der Euro-Zone lauerten immer noch Risiken für die Weltwirtschaft. Die Organisation empfiehlt: Die Banken weiter kapitalisieren. Das Hauptanliegen der OECD aber ist ein anderes.
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LissabonDie Euro-Zone birgt nach Ansicht der OECD immer noch Risiken für die Weltwirtschaft. Vor allem müsse noch mehr getan werden, um den Bankensektor im Währungsraum gesünder zu machen, sagte der Chefvolkswirt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Pier Carlo Padoan, am Dienstag in Lissabon. „Im Euro-Raum bleiben viele Banken schwach kapitalisiert.“

Für die Euro-Zone sagt Padoan trotz der jüngsten Konjunkturerholung für das Gesamtjahr 2013 noch ein Schrumpfen der Wirtschaftskraft voraus. Oberste Priorität sei der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. „Wir sollten uns nicht in die Tasche lügen und erwarten, dass die Arbeitslosigkeit stetig zurückgeht.“

Die Zahl der Arbeitslosen in der Euro-Zone war im Juli zwar zum zweiten Mal in Folge leicht gesunken, die Arbeitslosenquote verharrte aber auf dem Rekordwert von 12,1 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " OECD: Banken der Euro-Zone müssen gestärkt werden"

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  • Die OECD muss endlich plattgemacht werden.
    Die OECD ist eine faschischtoide Organisation die gegen die Interessen der Bevölkerung arbeitet.
    Die OECD arbeitet gegen die Marktwirtschaft, gegen Rechtstaatlichkeit und gegen Demokratie und Freiheit.
    Die OECD unterstützt nur die Monopole und das Grosskapital.

  • O-Ton OECD
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    Vor allem müsse noch mehr getan werden, um den Bankensektor im Währungsraum gesünder zu machen, sagte der Chefvolkswirt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Pier Carlo Padoan, am Dienstag in Lissabon. „Im Euro-Raum bleiben viele Banken schwach kapitalisiert.“

    [...]

    Oberste Priorität sei der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.
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    Selten so gelacht.

    Jede "Stärkung des Bankensektors" kann doch nur eine Stärkung des Eigenkapitals bedeuten. Und das steht dann natürlich nicht mehr für Investitionen in der Realwirtschaft zur Verfügung.

    JEDE Stärkung des Eigenkapitals des Bankensektors IST ceteris paribus konjunkturdämpfend.

    Und dann im gleichen Atemzug die Priorität auf den "Kampf gegen die Arbeitslosigkeit" zu legen kann nur eins bedeuten:

    Gewünscht ist Inflation.

    Auf derartige "Ratgeber" können wir ebenso dankend verzichten wie auf das nicht nachhaltige Blasenwachstum im US-Stil, das sie empfehlen.

    ...

    Die Stabilitätspolitik der EZB legt eine sichere Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

    Und das kann nur niedrig sein, wenn das Potential einer Volkswirtschaft hinsichtlich der Arbeitslosenquote von 4% - 8% und hinsichtlich des Grades der technischen und organisatorischen Effizienz erreicht ist.

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