Öffentlich-rechtliches Veräußerungsverbot greift bei Fraspa nicht – Sparkassenverband gilt als Käufer Frankfurter Sparkasse vor dem Verkauf

Für die mit Ertragsproblemen kämpfende Frankfurter Sparkasse (Fraspa) drängen die Eigentümer nach Informationen des Handelsblatts auf einen möglichst raschen Verkauf. Eine erste Weichenstellung soll dabei auf der Ende April stattfindenden Mitgliederversammlung der privaten Polytechnischen Gesellschaft erfolgen, die als wichtigster Träger des Instituts 60 % der Stimmrechte besitzt
  • P. Köhler (R. Landgraf; Handelsblatt)

FRANKFURT/M. . „Die Mitgliederversammlung wird voraussichtlich die Umwandlung der Rechtsform in eine Aktiengesellschaft beschließen und dann einen offiziellen Verhandlungsauftrag für einen Verkauf billigen“, sagt ein einflussreiches Mitglied der Polytechnischen Gesellschaft. Daei werde man offen lassen, wer als Erwerber in Frage kommt.

Intern werden derzeit drei Optionen durchgespielt. Einmal könnte die Fraspa mit einer anderen Sparkasse fusionieren. Eine weitere Möglichkeit wäre der Verkauf an eine private Bank, was – anders als in Stralsund – wegen der besonderen Rechtsform des wirtschaftlichen Vereins zumindest theoretisch denkbar ist. Die dritte und wahrscheilichste Variante wäre der Verkauf an die hessisch-thüringische Sparkassenorganisation, „auf welche Art auch immer“, wie es ein Insider formuliert. Wichtig ist den Meinungsführern der Polytechnischen Gesellschaft, dass eine zu frühe Festlegung auf einen Erwerber vermieden wird. Wenn die Mitgliederversammlung grünes Licht geben würde, wäre ein Verkauf aber noch nicht besiegelt. Denn auch die Stadt Frankfurt, die über die Fusion der Stadtsparkasse mit der Frankfurter Sparkasse seit Ende der achtziger Jahre mit im Boot sitzt, müsste zustimmen. Stadtkämmerer Horst Hemzal hat aber signalisiert, dass er nicht an den Anteilen festhalten will.

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