Öffentliche Verhandlung vermieden
Deutsche Bank erreicht Vergleich mit entlassenen Zinshändlern

Der Deutschen Bank ist es gelungen, eine pikante öffentliche Verhandlung mit entlassenen Zinshändlern vor dem Landesarbeitsgericht Hessen zu vermeiden. Mit den Beteiligten wurde ein Vergleich vereinbart.
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FrankfurtDie Deutsche Bank hat sich im Streit um die Kündigung von vier Zinshändlern auf einen Vergleich geeinigt. Über den Inhalt der Einigung sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte das Hessische Landesarbeitsgericht am Mittwoch mit. Damit vermeidet die Bank eine öffentliche Verhandlung der pikanten Fälle, die am Freitag vor dem Landesarbeitsgericht verhandelt werden sollten.

Die Bank hatte den Mitarbeitern vorgeworfen, in Gesprächen oder Mails mit Derivate-Händlern gegen ihre Pflichten verstoßen zu haben. Sie hatten im Februar 2013 die Kündigung erhalten. Die Kommunikation war bei der Überprüfung möglicher Manipulationen des Libor- und des Euribor-Referenzzinssatzes aufgefallen. Die Deutsche Bank bestätigte die Einigung, ohne Einzelheiten zu nennen.

In einer Reuters vorliegenden internen Mitteilung der Bank hieß es, zwei der Händler verließen das Haus nach der Einigung sofort. Die beiden anderen bleiben bei der Deutschen Bank, würden aber nicht mehr im Handel und nicht bei der Einreichung von Referenzinssätzen eingesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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