Ölpreisverfall: Nahost-Banken streichen bis zu 1500 Stellen

Ölpreisverfall
Nahost-Banken streichen bis zu 1500 Stellen

Der Einbruch der Ölpreise hat Milliarden Dollar aus dem Bankensystem abfließen lassen. Allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten dürften zuletzt bis zu 1500 Banker entlassen worden sein. Die müssen sich nun sputen.

DubaiIn den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) entlassene Banker dürften Schwierigkeiten bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber haben, während die Region mit den Auswirkungen eines Ölpreises um 30 Dollar je Barrel zu kämpfen hat.

Die Banken in dem Land dürften zuletzt bis zu 1500 Stellen gestrichen haben laut Personalvermittlern aus dem Finanzbereich und Berechnungen von Bloomberg. Entlassungen gibt es nicht nur bei internationalen Häusern wie Standard Chartered Plc und HSBC Holdings Plc, sondern auch bei lokalen Banken, die einst für erfahrene und nicht einheimische Banker als ein sicherer Hafen galten. In einigen Fällen wurde sogar explizit angekündigt, dass besonders Auslandsbanker vom Stellenabbau betroffen sein würden.

„Die niedrigen Ölpreise wirken sich auf alle Branchen in der Region aus und haben den Finanzsektor hart getroffen“, sagt Trefor Murphy, Managing Director des Personalvermittlers Morgan McKinley in Nahost und Nordafrika, im Gespräch mit Bloomberg. „Der Markt ist nun extrem schwierig. Es wird einen Exodus der Banker geben.“

Der Einbruch der Ölpreise hat Milliarden an Dollar aus dem Bankensystem abfließen lassen. Die Aktienmärkte sind volatil, die Investitionen verlangsamen sich und weltweit agierende Banken feuern Mitarbeiter, um ihre Erträge zu steigern. Nachdem die lokalen Banken ihre Teams ausgebaut hatten, streichen sie nun Stellen, da der niedrige Ölpreis die Liquiditätslage verschärft und die Zahlungsausfälle zunehmen.

In den vergangenen Jahren hatten einige ausländische Banker eine zweite Karriere in den VAE begonnen, als sich die Banken in London, New York und Zürich nach der Finanzkrise verschlankten. So holte beispielsweise First Gulf Bank PJSC, die nach Bilanzsumme drittgrößte VAE-Bank, Simon Penney von Royal Bank of Scotland Group Plc an Bord, um die Wholesale-Banking-Sparte zu leiten, sowie Steve Perry von Standard Chartered für die Kreditmarktabteilung im Jahr 2013.

Noch im März 2015 nahmen Banken und Finanzinstitute die stärksten Neueinstellungen unter den Arbeitgebern in Nahost vor, als die Regierungen in der Region Infrastrukturprojekte planten, hatte die Personalberatung Monster Worldwide Inc. damals mitgeteilt.

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