OeNB mahnt Österreichs Banken sollen Kostensenkungen vorantreiben

Die Österreichischen Banken sollen stärker sparen – das wünscht sich jedenfalls die Oesterreichische Nationalbank. Die Aufseher hatten neben mahnenden auch lobende Worte zur Situation der heimischen Institute übrig.
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Die Zentralbank hat ihren halbjährlichen Finanzmarktstabilitätsbericht vorgestellt. Quelle: Reuters
Oesterreichische Nationalbank

Die Zentralbank hat ihren halbjährlichen Finanzmarktstabilitätsbericht vorgestellt.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Oesterreichische Nationalbank (OeNB) fordert von den Banken der Alpenrepublik weitere Kostensenkungen und eine Stärkung ihres Eigenkapitals. „Die momentan gute Gewinnsituation der österreichischen Banken sollte für Zukunftsinvestitionen genutzt werden“, sagte Vize-Gouverneur Andreas Ittner am Freitag bei der Vorstellung des halbjährlichen Finanzmarktstabilitätsberichts. „Gleichzeitig sollten die Bemühungen zur Bewältigung der Herausforderungen im Niedrigzinsumfeld und zur Kostenreduktion nicht nachlassen.“

Insgesamt habe der österreichische Bankensektor seine Widerstandsfähigkeit verbessert, erklärte die OeNB. Die Geldhäuser hätten ihre Gewinne insbesondere dank der niedrigen Risikovorsorge für faule Kredite steigern konnten. Bereinigt um diesen Effekt sei das operative Ergebnis jedoch weiter zurückgegangen. Daher müssten die Banken ihre Effizienz erhöhen.

Die Kapitalausstattung der Institute habe sich 2016 verbessert, erklärten die Aufseher. Es seien jedoch weitere Anstrengungen erforderlich, um bei künftigen Krisen widerstandsfähig zu sein. Die OeNB verwies auf das erhöhte Niveau an faulen Krediten insbesondere in Osteuropa, wo österreichische Banken stark vertreten sind.

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