Österreich
Erste Bank erhöht Anteil an rumänischer Tochterbank

Die Erste Bank aus Wien hat ihren Anteil an der rumänischen Tochter BCR aufgestockt. Sie besitzt nun mehr als 90 Prozent der Tochtergesellschaft. Die zusätzlichen Anteile zahlte sie vor allem mit eigenen Aktien.
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WienDie Erste Bank aus Wien, eines der großen in Osteuropa tätigen Kreditinstitute, stockt ihren Anteil an der rumänischen Tochter BCR kräftig auf. Wie das österreichische Geldhaus am Mittwochabend mitteilte, steigt der Anteil der Ersten Bank von gut 60 auf mehr als 90 Prozent. Die Österreicher nehmen rumänischen Regionalfonds die BCR-Anteile für umgerechnet etwa 435 Millionen Euro ab und zahlen mit eigenen Aktien und in bar. Nach Abschluss der Transaktion wird die Erste Bank ihre rumänische Tochter wahrscheinlich von der Börse in Bukarest nehmen, wo die BCR-Aktien derzeit noch gehandelt werden.

„Wir wollen bei allen unseren Tochterbanken eine möglichst hohe Beteiligung halten“, begründete Erste-Finanzvorstand Manfred Wimmer die Aufstockung der Anteile. Die rumänische Tochtergesellschaft ist die größte Bank des Landes, die Erste Bank wiederum ist Nummer zwei in Österreich und zugleich auch in Osteuropa. Mit mehr als 90 Prozent der Anteile muss das Wiener Institut keine besonderen Rücksichten mehr auf rumänische Alteigentümer nehmen. Finanzvorstand Wimmer bezeichnete die Erhöhung der BCR-Anteile auch als Bekenntnis zu Rumänien. Das südosteuropäische Land steckt immer noch in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Im vergangenen Jahr war die Volkswirtschaft ein zweites Mal in Folge geschrumpft. Mit der Finanzkrise war auch in Rumänien eine Blase geplatzt, die den hohen Wachstumsraten der Vorjahre ein jähes Ende setzte.

Die Erste Bank zahlt die zusätzlichen BCR-Anteile überwiegend mit eigenen Aktien. An Bargeld werden nur etwa 100 Millionen Euro nach Rumänien an die Regionalfonds fließen. Der Anteil der rumänischen Fonds an der Ersten Bank wird künftig bei etwa fünf Prozent liegen.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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