Österreich sucht Hilfe: Dirk Notheis soll Hypo-Alpe aus der Krise führen

Österreich sucht Hilfe
Dirk Notheis soll Hypo-Alpe aus der Krise führen

Österreich holt sich in der Hypo-Alpe-Krise Hilfe von außen: Der umstrittene deutsche Investmentbanker Dirk Notheis soll die Bank aus der Krise führen. Die Skandalbank verliert gerade ihren Aufsichtsratschef.
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WienÖsterreich will mit Hilfe externer Berater aus der Hypo-Krise steuern. Die Regierung habe ein internationales Expertengremium engagiert, dem unter anderen der über die EnBW-Affäre gestürzte Ex-Investmentbanker Dirk Notheis angehören soll, sagte Finanzminister Michael Spindelegger am Freitag. Die Fachleute sollen die Politik bei der Entscheidung für ein Modell zur Abwicklung der maroden ehemaligen BayernLB-Tochter unterstützen. Auf die Expertise von Aufsichtsratschef Klaus Liebscher kann Österreich bei der Abwicklung der Bank nicht mehr zählen: Einem Bericht des „Standard“ zufolge legt er sein Amt nieder. Das bestätigte eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bank wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Notheis war Deutschland-Chef von Morgan Stanley.

Die Zeit für eine Lösung der Krise drängt: Ratingagenturen wie Fitch und Moody's rügen bereits den Schlingerkurs Österreichs, das sich gut vier Jahre nach der Notverstaatlichung immer noch alle Optionen für die Zukunft des Instituts offen hält. Bis zur ersten Märzwoche solle nun eine bereits bestehende Gruppe von Finanzexperten Details für verschiedene Zukunftsvarianten für die Hypo ausarbeiten. Zur Debatte steht dabei zum einen eine staatlichen Bad Bank, in die die Hypo ihre unverkäuflichen und nicht lebensfähigen Teile auslagern könnte. Dadurch würde jedoch die Staatsverschuldung auf rund 80 von zuletzt gut 74 Prozent ansteigen. Die Regierung fasst daher auch eine Insolvenz ins Auge. Eine endgültige Entscheidung solle bis Ende März fallen.

„In dieser Situation ist es sehr notwendig, dass man mit Sorgfalt vorgeht“, sagte der Finanzminister. Spindelegger wollte sich am Freitag daher nicht auf eine der Varianten festlegen: Er sei kein Verfechter einer Bad Bank für die Hypo. „Die Politik muss offen sein für verschiedene Varianten.“ Ebenso vage blieb er bei einer möglichen Insolvenz. Diese stehe zwar derzeit nicht zur Debatte. „Aber ich habe immer gesagt, es gibt auch keine Tabus in der Betrachtung“, schränkte er ein. Der ÖVP-Politiker und Parteichef hatte das Finanzministerium nach den Parlamentswahlen im Dezember von seiner umstrittenen Vorgängerin Maria Fekter übernommen.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten sich verschiedene Berater über die Zukunft der Hypo den Kopf zerbrochen. Der neu engagierte Notheis war vor anderthalb Jahren wegen der Affäre um die Verstaatlichung des deutschen Energieversorgers EnBW zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 45-Jährigen wegen Beihilfe zur Untreue. Er weist den Vorwurf zurück.

An der Bonitätsnote Österreichs ändert die lange Entscheidungsfindungsphase dank der soliden Finanzausstattung des Landes vorerst nichts. Fitch bewertet die Alpenrepublik weiterhin mit der Höchstnote „AAA“ und einem stabilen Ausblick. Auch bei Moody's verfügt Österreich noch über die Spitzennote – allerdings mit negativem Ausblick, was auf eine mögliche Verschlechterung hindeutet. Eine neue Einschätzung zur Kreditwürdigkeit Österreichs will Moody's Ende kommender Woche veröffentlichen.

Österreich hatte die Hypo Alpe Adria Ende 2009 notverstaatlicht, weil die frühere Mutter BayernLB kein Geld mehr in das Institut stecken wollte, das sich mit einer massiven Expansion am Balkan verhoben hat. Auf Geheiß der EU-Wettbewerbshüter muss die Alpenrepublik die Bank nun im Gegenzug für milliardenschwere Staatshilfen abbauen.

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  • Vielleicht hat der Notheis auch noch ´nen Job für seinen Spezi Mappus ...

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