Österreichische Bank
Bawag will weitere Staatshilfen zurückzahlen

Dank geringer Kosten und Vorsorgen steigt der Gewinn der österreichischen Bank Bawag. Ab dem kommenden Jahr will sie demnach weitere Staatshilfen zurückzahlen. Auch ihren Rückzug aus Osteuropa setzt die Bank fort.
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WienDie österreichische Bank Bawag fasst nach einem operativen Gewinnzuwachs im ersten Halbjahr die Rückzahlung weiterer Staatshilfen ins Auge. Vor Steuern stieg der Gewinn dank geringerer Kosten und Vorsorgen für faule Kredite um 45 Prozent auf 96,2 Millionen Euro, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Damit erntet die ehemalige Gewerkschaftsbank die Früchte des seit 2010 laufenden Sparprogramms.

Ab kommendem Jahr will sie nun weitere Staatshilfen zurückzahlen: Nach der Rückzahlung einer ersten Tranche im ersten Halbjahr hat das Institut derzeit noch 500 Millionen Euro an Staatskapital auf seinen Büchern. "Weitere künftige Teil-Einziehungen des Partizipationskapitals sind bereits geplant", hieß es in der Mitteilung. "Dies wird Gegenstand der Planung für 2014 sein", ergänzte eine Sprecherin.

Ihren Rückzug aus Osteuropa setzt die Bank mit einem Verkauf ihres 1,3-prozentigen Anteils an der ungarischen BayernLB -Tochter MKB fort. Im Juni habe die Bawag beschlossen, die Beteiligung an die Bank selbst zu verkaufen - wartet dafür aber noch auf grünes Licht von den ungarischen Behörden.

Insgesamt hat die Bawag ihr Engagement in Zentral- und Osteuropa in den vergangenen zwölf Monaten um 35 Prozent zurückgefahren. Im Zuge dessen hatte sich das Geldhaus auch von seiner polnischen Leasingtochter getrennt und die Bankentochter in Slowenien mit dem österreichischen Mutterinstitut verschmolzen. Das Osteuropa-Geschäft macht nun nur noch drei Prozent der Bilanzsumme aus.

Das Institut gehört zu rund 52 Prozent dem US-Finanzinvestor Cerberus. Weitere 39 Prozent hält der US-Fonds Golden Tree. Die restlichen neun Prozent gehören österreichischen Investoren - etwa der Post, sowie den Versicherungen Generali und Wüstenrot.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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