Österreichische Bawag
Bank setzt verstärkt aufs Kundengeschäft

Die österreichische Bawag will sich wieder mehr auf das Kundengeschäft konzentrieren. Trotz der Konjunkturrisiken will die Bank ihren Gewinn steigern.
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WienDie österreichische Bank Bawag P.S.K will sich wegen der volatilen Märkte verstärkt auf das Kundengeschäft konzentrieren. Im ersten Halbjahr hat das Institut seine Handelsaktivitäten zurückgefahren und das Geld in den Ausbau des Kundengeschäfts gesteckt. Der Gewinn sei daher von Januar bis Juni um knapp 19 Prozent auf 78,5 Millionen Euro geschrumpft, teilte die Bank am Mittwoch mit. „Wir haben bewusst die Entscheidung getroffen, in das Kundengeschäft zu investieren, denn dort sehen wir einen Nutzen. Wir wollen von der Volatilität wegkommen“, begründete Bankchef Byron Haynes die Entscheidung.

Für das laufende Jahr sieht sich die Bawag aber dennoch auf Kurs für eine Gewinnsteigerung. Zwar berge das beginnende zweite Halbjahr wegen der unsicheren Märkte und möglicher Konjunkturbremsen durch die Schuldenkrise Risiken. Zudem lastet eine neue Bankensteuer auf dem Institut, für die die Bawag im ersten Halbjahr bereits 10,2 Millionen Euro berappen musste. Nach sechs Monaten hat das Haus aber bereits gut 60 Prozent des Vorjahresgewinnes von 125 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die Bawag gehört dem Finanzinvestor Cerberus , der das ehemalige Gewerkschaftsinstitut nach einem Bankenskandal gekauft hatte und laut Haynes vorerst weiter behalten will. Das Haus stand 2007 - noch vor dem Ausbruch der Finanzkrise - durch fehlgeschlagene Spekulationsgeschäfte in der Karibik am Abgrund. In der Krise musste der Staat der Bank dann mit Hilfen (sogenanntem Partizipationskapital) über 550 Millionen Euro unter die Arme greifen.

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Erst Kapital aufstocken - dann Staatshilfen zurückzahlen

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