Österreichische Volksbank: Sberbank nicht an Sparte VBI interessiert

Österreichische Volksbank
Sberbank nicht an Sparte VBI interessiert

Kein Interesse: die russische Sberkank dementiert, ein Auge auf die Osteuropa-Sparte VBI der Österreichischen Volksbank geworfen zu haben. Anderslautende Meldungen seien schlicht falsch, heißt es.
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MoskauDas russische Geldinstitut Sberbank verhandelt nach eigenen Angaben nicht über einen Kauf der Osteuropa-Sparte VBI der Österreichischen Volksbanken AG. Anderslautende Informationen seien nicht korrekt, sagte Sberbank-Chef German Gref vor Journalisten. Die österreichische Zeitung „Der Standard“ hatte berichtet, die Sberbank könne im Rahmen von Verhandlungen über eine VBI-Übernahme einen Anteil der Muttergesellschaft kaufen. Quellen wurden nicht genannt.

Das Netz der Volksbank International (VBI) besteht nach Angaben des Unternehmens aus zehn Volksbanken in der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Serbien und der Ukraine mit insgesamt mehr als 5300 Mitarbeitern. Die deutsche DZ Bank ist an der VBI mit etwa einem Viertel beteiligt. Die Volksbanken-AG hatte Ende 2010 ihre Tochter VBI und auch das Leasing-Geschäft zum Verkauf gestellt. Die Bank braucht dringend Geld, um Staatshilfen tilgen zu können. 300 Millionen Euro der insgesamt eine Milliarde Euro Staatshilfen stehen in diesem Jahr zur Tilgung an.

Dass die Sberbank expandieren will, ist bekannt. Im Dezember hatte Gref in einem Interview mit Reuters Insider erklärt, Osteuropa sei ein interessanter Markt. Die Bank habe Zukäufe im Auge. In Deutschland wurde die Sberbank bekannt, weil sie gemeinsam mit dem Autozulieferer Magna International und dem russischen Autobauer GAZ Opel übernehmen wollte. Der Mutterkonzern General Motors entschied sich aber schließlich, die deutsche Tochter selbst zu sanieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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