Österreichische Volksbanken
ÖVAG schreibt zwei Beteiligungen komplett ab

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) wieder in der Spur ist. Bald wird sie teilverstaatlicht, am Donnerstag bilanzierte sie erst mal eine knappe Milliarde Euro Verlust.
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FrankfurtDie vor der Teilverstaatlichung stehende Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) hat im vergangenen Jahr Verluste von fast einer Milliarde Euro verbucht. Wegen Abschreibungen auf Beteiligungen und den Problemen in Rumänien und Ungarn weise die ÖVAG für 2011 einen Konzernfehlbetrag von 959 Millionen Euro aus. Das teilte das angeschlagene Kreditinstitut heute mit.

Im Einzelabschluss lag der Verlust sogar bei 1,345 Milliarden Euro. Dabei habe die ÖVAG ihre Beteiligung an der Tochter VB Romania und das Partizipationskapital an der österreichischen Bank Kommunalkredit komplett abgeschrieben.

Die ÖVAG ist seit langem das Sorgenkind unter den österreichischen Banken. Sie war durch den letzten Stresstest gerasselt und wird nun teilverstaatlicht. Um das Institut angesichts der massiven Verluste und der schleppenden Sanierung vor dem Kollaps zu bewahren, pumpt der Staat 950 Millionen Euro an frischem Kapital und 100 Millionen an Garantien in die Bank. Sein Anteil wird danach bei bis zu 49 Prozent liegen. Mit diesen Maßnahmen sei ein Grundstein für die Stabilisierung und den Fortbestand des Instituts gelegt worden, gab sich die ÖVAG zuversichtlich.

Mit den rückwirkend zum Jahresende geplanten Maßnahmen - eine Kapitalherabsetzung, anschließend eine Kapitalerhöhung und die Verschmelzung mit der Tochter Investkredit, in der das Geschäft mit Großkunden gebündelt ist - sei die Bank solide aufgestellt und erfülle die neuen Kapitalanforderungen der Bankenregulierer. Die Kernkapitalquote (Tier I) liege dann bei zehn Prozent, bezogen auf das Gesamtrisiko bei 8,8 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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