Österreichischer Immobilienkonzern
CA-Immo-Großaktionär gibt sich mit 26 Prozent zufrieden

Mit fast 300 Millionen Euro beteiligt sich die O1 Group Limited an dem österreichischem Immobilienkonzern CA Immo. Der Investor aus Zypern will's dabei belassen. An der Börse wird der neue Eigentümer freudig begrüßt.
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WienDer neue CA-Immo-Großaktionär O1 will sich mit einem Anteil von 26 Prozent an dem österreichischen Immobilienkonzern zufrieden geben. Das Unternehmen mit russischen Wurzeln habe keine Pläne, darüber hinaus Aktien zu kaufen, sagte O1-Group-Vorstandsmitglied Dimitri Mints am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien. Die Firma übernimmt zunächst für 295 Millionen Euro einen Anteil von 16,35 Prozent an der österreichischen Büroimmobilienfirma. Verkäufer ist die italienische Großbank UniCredit, die einem Insider zufolge mit dem Verkauf einen Gewinn von 15 bis 20 Millionen Euro einstreicht.

In einem zweiten Schritt plant O1 ein Übernahmeangebot für weitere knapp zehn Prozent der CA-Immo-Aktien. Der Preis liegt bei 18,50 Euro und damit 18 Prozent über dem Schlusskurs von Donnerstag. Auch bei der Übernahme der Aktien von der UniCredit hatte O1 18,50 Euro je Anteilsschein auf den Tisch gelegt. Einen Abschluss des Deals erwartet CA Immo im November.

Der Rest der CA-Immo-Aktien ist breit gestreut. Ab einem Anteil von 25 Prozent und einer Aktie hat ein Investor ein Einspruchsrecht bei wichtigen Firmenentscheidungen. Bei einem Anteil ab 30 Prozent wird nach österreichischem Recht ein Übernahmeangebot an die restlichen Aktionäre fällig.

Das Unternehmen O1 Group Limited mit Sitz in Zypern gehört dem russischen Milliardär Boris Mints und seiner Familie. Die Immobilientochter der Firma besitzt mehrere große Bürogebäude in Innenstadtlagen in Moskau. Mit der Beteiligung an CA Immo wolle O1 sein Engagement auch außerhalb der russischen Hauptstadt ausbauen, sagte Dimitri Mints - der Sohn des Firmengründers. Weitere Zukäufe in Europa seien zunächst nicht geplant.

Die westlichen Sanktionen gegen Russland in Folge des Ukraine-Konflikts seien bei den Übernahmeverhandlungen kein Thema gewesen, sagte Mints. O1 sei nicht von den Einschränkungen betroffen und erwarte auch keine Restriktionen.

Das Management von CA Immo rechnet durch den neuen Kernaktionär nicht mit einer Strategieänderung. Die Firma wolle sich weiter auf Büroimmobilien etwa in Deutschland konzentrieren. An der Börse wurde der neue Eigentümer freudig begrüßt: Die Aktie legte knapp drei Prozent auf 16 Euro zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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