Österreichs Problembank
Hypo Alpe Adria braucht noch mehr Staatsgeld

Die österreichische Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) verbrennt schon im ersten Halbjahr das eingeplante Hilfsgeld vom Staat. Die Belastung für Steuerzahler soll aber begrenzt werden, verspricht der Aufsichtsratschef.
  • 0

WienDie notverstaatlichte österreichische Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) wird wahrscheinlich noch länger am Tropf der Steuerzahler hängen. Wie viel Staatsgeld die angeschlagene Kärntner Bank noch benötigen werde, sei noch nicht absehbar, sagte HGAA-Aufsichtsratschef Klaus Liebscher am Dienstag in einem Radiointerview mit dem Österreichischen Rundfunk (ORF).

Auf Spekulationen wolle er sich nicht einlassen, er werde sich aber bemühen, einen möglichen zusätzlichen Bedarf so gering wie möglich zu halten, sagte Liebscher. Die bisher für 2013 im Budget vorgesehenen 700 Millionen Euro benötigt die ehemalige Tochter der BayernLB für die Halbjahresbilanz, die erwartungsgemäß tiefrot ausfallen dürfte.

„Der Verlust ist zumindest in einer Größenordnung, der über das halbe Grundkapital hinaus geht, und dieses ist bei 970 Millionen Euro“, sagte Liebscher. Die Halbjahresergebnisse will die Bank Mitte August veröffentlichen. Der genaue Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben. Insgesamt hat die HGAA bereits fast drei Milliarden Euro an Staatshilfe erhalten.

Zur Frage einer Bad Bank gebe es noch keine finale Entscheidung. „Ich gehe davon aus, dass wir verschiedene Optionen erarbeiten können, die bis Ende August oder Anfang September vorliegen sollten“, sagte Liescher. Danach werde man beurteilen, welche Lösung für die Republik Österreich und die Bank am attraktivsten sei, sagte der Aufsichtsratschef.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Österreichs Problembank: Hypo Alpe Adria braucht noch mehr Staatsgeld"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%