ÖVAG
Eigentümer bringen Bad-Bank auf den Weg

Nach einer aggressiven Expansion in Osteuropa mussten die österreichischen Volksbanken vom Staat gerettet werden. Nun haben die Eigentümer der Abspaltung einer Bad Bank zugestimmt. Den Staat könnte das Millionen kosten.
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WienDie ÖVAG -Eigentümer haben am Donnerstag grünes Licht für eine Aufspaltung des österreichischen Kriseninstituts gegeben. Die lebensfähigen Teile sowie Steuerungsfunktionen für den Volksbanken-Sektor sollen am 4. Juli auf die Volksbank Wien-Baden übergehen, wie die ÖVAG mitteilte. Der Rest des Instituts wird als Bad Bank mit dem Namen Immigon über die kommenden Jahre abgebaut. Zuvor müssen unter anderem noch die Bankenaufseher und die EU-Kommission ihr Einverständnis geben.

Die Mehrheit an der ÖVAG halten mit 52 Prozent die regionalen Volksbanken. Ihr Spitzeninstitut hatte sich mit einer rasanten Expansion in Osteuropa verspekuliert und musste vom Staat gerettet werden, der nach diversen Hilfsaktionen mittlerweile selbst 43 Prozent besitzt.

Darüber hinaus stimmten die Eigentümer der Bank einem knapp eine Milliarde Euro umfassenden Kapitalschnitt zu. Dabei wird neben den Volksbanken auch der Staat zur Kasse gebeten. Dieser will jedoch 300 Millionen Euro seiner insgesamt 1,35 Milliarden Euro schweren Hilfen wieder zurück. Darüber gebe es noch Gespräche, sagte eine ÖVAG-Sprecherin.

Im vergangenen Jahr hatte das Institut wegen Bewertungsverlusten durch den bevorstehenden Start der Abbaubank einen Verlust von einer halben Milliarde Euro geschrieben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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