Ohne frisches Kapital
Aareal-Bank will Staatshilfen zurückzahlen

Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat die Pläne zur Emission von zusätzlichem Kernkapital auf Eis gelegt. Auch ohne das frische Kapital sollen die Staatshilfen zurückgezahlt werden können.
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FrankfurtDie Aareal Bank will ihre restlichen Staatshilfen auch ohne frisches Kapital in Kürze zurückzahlen. Der Antrag, die 300 Millionen Euro schwere Stille Einlage des Bankenrettungsfonds SoFFin „möglichst rasch“ zu tilgen, sei bereits gestellt, teilte der Wiesbadener Immobilienfinanzierer am Freitag mit. Eigentlich wollte die Aareal Bank die Hilfen mit zusätzlichem Kernkapital tilgen, das noch vor dem Sommer ausgegeben werden sollte. Diese Pläne legte die Bank nun aber auf Eis. „Die Unsicherheiten an den Märkten sind weiterhin hoch“, begründete ein Sprecher die vorläufige Absage. Das Geld für die SoFFin-Rückzahlung könne die Bank aber auch so aufbringen. „Wir sind auch so ausreichend kapitalisiert.“

Die Staatshilfen besserten die harte Kernkapitalquote der Aareal Bank Ende März um 1,8 Prozentpunkte auf. Ohne die 300 Millionen Euro liegt sie mit 11,9 Prozent aber ebenfalls über den künftigen verschärften Kapitalanforderungen.

Für die Stille Einlage, die sie nach der Finanzkrise vor fünf Jahren nach eigenen Angaben als reine Vorsichtsmaßnahme aufgenommen hatte, zahlte sie zuletzt 11,5 Prozent Zinsen. Der SoFFin muss der Rückzahlung formal zustimmen, wollte sich aber zunächst nicht dazu äußern.

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Aareal-Bank auf unbekannten Pfaden

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