Parmalat-Skandal könnte Fusionen und Akquisitionen wieder anheizen: Italiens Bankenlandschaft kommt in Bewegung

Parmalat-Skandal könnte Fusionen und Akquisitionen wieder anheizen
Italiens Bankenlandschaft kommt in Bewegung

Die 14,5-Milliarden-Euro-Pleite des Nahrungsmittelmultis Parmalat könnte nach Ansicht von Experten weitreichende Folgen für die italienische Bankenlandschaft haben.

MAILAND. So schätzt die Investmentbank Goldman Sachs, dass die geplante Reform der Finanzaufsicht den Konsolidierungsprozess in der Finanzwirtschaft südlich des Brenners beschleunigen dürfte. Die Kreditanalysten der Ratingagentur Fitch prognostizieren in einem aktuellen Länderreport eine neue Welle von Akquisitionen. Und in der Mailänder Gerüchteküche wird bereits über eine Megafusion zwischen Unicredito Italiano und San Paolo IMI, respektive Nummer zwei und drei im Markt, spekuliert.

Zwar ist letztere Hypothese, die vom Vizepräsidenten des Unicredito, Fabrizio Palenzona, angestoßen wurde, mittlerweile von seinem Vorstandschef Alessandro Profumo dementiert worden: „Es gibt weder Gespräche noch Kontakte mit San Paolo.“ Dennoch bleibt der Eindruck haften, dass der Fall Parmalat gewisse Gärprozesse in der italienischen Bankenlandschaft eingeleitet hat. So bemühen sich die Anteilseigner von San Paolo IMI, den auf die Eigenständigkeit des Turiner Instituts pochenden Präsidenten Rainer Masera abzusetzen.

Er soll vor allem nach dem Willen des spanischen Großaktionärs Santander Central Hispano (SCH) gegen seinen flexibleren Vize Enrico Salza ausgetauscht werden. Wie groß die Spannung in der Bankenlandschaft derzeit ist, verdeutlicht auch die Aussage von Pier Luigi Fabrizi, Boss der fünftgrößten Bank des Landes, Montepaschi di Siena: „Wenn eine neue Phase (der Konsolidierung, d.R.) beginnt, werden wir sicherlich nicht nur passiv zusehen, sondern als Hauptdarsteller agieren.“

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