Personalkürzung
HSBC streicht Stellen in Großbritannien

Die britische Großbank HSBC streicht in ihrem Heimatland weitere 1.150 Jobs. Grund sind die weiterhin trüben Aussichten für die Branche. Vor allem in der Vermögensverwaltung fallen die Stellen weg.
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Europas größte Bank HSBC kürzt erneut beim Personal. Am Heimatmarkt Großbritannien würden mehr als 1100 Stellen gestrichen, teilte die Bank am Dienstag in London mit. Nach Angaben der Bank sollen insgesamt mehr als 3.000 Stellen gestrichen, rund 2.000 aber in anderen Sektoren wieder neu geschaffen werden. Das größte Geldhaus Europas reagiert mit der neuen Sparrunde auf die anhaltend trüben Renditeaussichten für die Branche.

Die von den Jobverlusten betroffenen Mitarbeiter sollen sich auf die neuen Stellen bewerben können. Die „signifikantesten Veränderungen“ werde es im Vermögensmanagement für wohlhabende Kunden geben. Künftig würden Kunden in normalen Bank- und in Anlagefragen von einem Berater betreut. „Die Anforderungen unserer Kunden wechseln ständig“, sagte HSBC-Manager Brian Robertson. „Wir müssen unsere Geschäfte anpassen, um diese Anforderungen zu erfüllen.“

HSBC hatte in den vergangenen Jahren weltweit die Zahl seiner Mitarbeiter bereits von 300.000 auf 270.000 zurückgefahren. In diesem Jahr will die Bank eine Milliarde Pfund (1,17 Milliarden Euro) einsparen. Experten erwarten, dass über die Einsparungen in Großbritannien hinaus noch weitere Kürzungen drohen.

Seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren hat HSBC-Chef Stuart Gulliver die Kosten mit dem Stellenabbau die Kosten pro Jahr um 3,6 Milliarden Dollar reduziert. Experten rechnen damit, dass in diesem Jahr weitere rund 5000 Jobs auf der Kippe stehen. In Großbritannien beschäftigt die Bank 47.000 Mitarbeiter. Rund um den Globus bauen Banken derzeit Zehntausende Arbeitsplätze ab, um sich für schrumpfende Erträge in Zeiten schärferer Regulierung zu rüsten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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