Pioneer
Vier Interessenten bieten noch für die UniCredit-Sparte

Das Kapitalpolster von Italiens größter Bank ist vergleichsweise klein. Das möchte sie durch den Verkauf von Pioneer ändern, das ein Vermögen von 220 Milliarden Euro verwaltet. Im Bieterkampf sind vier Parteien übrig.

LondonIm milliardenschweren Bieterkampf um den Vermögensverwalter Pioneer der italienischen Großbank UniCredit sind nach Reuters-Informationen vier Interessenten übrig geblieben. Die Auktion gehe nun in die zweite Runde, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Der französische Vermögensverwalter Amundi und ein Konsortium um die Poste Italiane hätten die höchsten nicht bindenden Offerten für Pioneer im September abgegeben und damit die Nase vorn. Allerdings signalisierten zwei weitere Unternehmen ihr Interesse an Pioneer. Dies seien die australische Bank Macquarie und der britische Vermögensverwalter Aberdeen Asset Management.

UniCredit, Amundi, Poste Italiane, Macquarie und Aberdeen wollten sich nicht dazu äußern. Pioneer verwaltet ein Vermögen von mehr als 220 Milliarden Euro. UniCredit peilt dem Vernehmen nach einen Preis von etwa drei Milliarden Euro für den drittgrößten Vermögensverwalter in Italien an. Die Bank versuchte zuletzt verstärkt, die geschrumpfte Kapitaldecke mit dem Verkauf von Beteiligungen zu stärken.

UniCredit ist Italiens größte Bank und leidet wie viele Rivalen unter der jahrelangen Wirtschaftsflaute im Heimatmarkt. Die Mutter der Münchner HypoVereinsbank hat ein kleineres Kapitalpolster als viele Konkurrenten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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