Piraeus Bank
Griechische Großbank strebt schwarze Zahlen an

Die griechische Priaeus Bank will nach einem Milliardenverlust 2015 in diesem Jahr wieder Gewinne schreiben. Dabei hofft das Institut hofft auch auf indirekte Hilfe durch die EZB.

AthenDie angeschlagene griechische Piraeus Bank peilt für 2016 die Rückkehr in die Gewinnzone an. "Wir erwarten einige Hundert Millionen an Ertragskraft in diesem Jahr", sagte Konzernchef Michael Salas am Donnerstag am Rande der Hauptversammlung des Instituts in Athen. Zudem würden die notleidenden Kredite deutlich sinken. Sie stellten Ende des ersten Quartals noch rund 40 Prozent aller Darlehen dar. "Der Höhepunkt der faulen Kredite liegt definitiv hinter uns", so Salas. Das Geldhaus hat seinen Verlust zwischen Januar und März auf 37 Millionen Euro reduziert, nach einem Minus von 1,24 Milliarden Ende 2015. Das Institut stellte dabei mit 289 Millionen Euro 79 Prozent weniger für faule Kredite zurück.

Salas ergänzte, griechische Geldhäuser könnten nach der politischen Einigung über das Hellas-Hilfsprogramm wohl bald wieder an die normale Geldversorgung durch die Europäische Zentralbank (EZB) angeschlossen werden. Damit seien die Banken nicht mehr so stark auf Notfallhilfen angewiesen, was sich positiv auf den Gewinn auswirken dürfte.

Geldhäuser des Ägäis-Landes sind seit Frühjahr 2015 weitgehend von der direkten Geldversorgung über die EZB abgeschnitten. Die Euro-Wächter hatten damals eine Sondergenehmigung für griechische Anleihen gekippt, die ihnen die Annahme von Bonds des Krisenstaates als Pfänder für frisches Zentralbankgeld trotz schwacher Bonitätsnoten gestattete. Seitdem sind die Institute zur Geldversorgung überwiegend auf ihre heimische Notenbank in Athen angewiesen - dieser Weg ist aber teurer als über die EZB.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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