Pleite in den USA
BayernLB verliert Millionen in Jefferson

Wie viele Bayern wohl wissen, wo Jefferson County liegt? Wie auch immer: Ihre Landesbank hat 52 Millionen Dollar dort investiert. Nun ist die US-Kommune pleite und die BayernLB schaut in die Röhre. Sie ist nicht allein.
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Washington/MünchenDer Verwaltungsbezirk Jefferson im US-Bundesstaat Alabama hat nach offiziellen Angaben die Einstellung der Zinszahlungen für seine Schuldenlast von 3,1 Milliarden Dollar (knapp 2,8 Milliarden Euro) beschlossen.

Der Beschluss des Jefferson County fiel nach Informationen der „Birmingham News“ am Mittwoch (Ortszeit) mit vier Stimmen gegen eine. Es ist der größte derartige Zahlungsstopp einer regionalen US-Verwaltungseinheit in der Geschichte. Zu den größten Gläubigern von Jefferson County zählt die deutsche BayernLB mit einem Anteil von 52,1 Millionen Dollar.

Die hohe Schuldenlast von Jefferson County ist vor allem auf eine komplizierte Vereinbarung für die Finanzierung von Kläranlagen zurückzuführen. Darin waren variable Zinsen vorgesehen. Der Bezirk zählt 650.000 Einwohner.

Einen ähnlichen Beschluss über die Einstellung von Zinszahlungen fasste kürzlich die Stadt Harrisburg im Bundesstaat Pennsylvania. Der Rat der mit 300 Millionen Dollar überschuldeten Stadt hatte seit mehr als einem Jahr über diesen Ausweg aus der Krise diskutiert. Man habe jetzt in den Verhandlungen mit den Investoren "mehr Macht", sagte Mark Schwartz, der Anwalt der Stadt.

Bislang haben nur wenige den Ausweg über eine Insolvenz gesucht, in der sie die Besitzer von Anleihen zu größeren Zugeständnissen zwingen können. Experten befürchten in der Folge erhebliche Probleme für den 2,8 Billionen Dollar großen Markt für US-Kommunalanleihen.
Die BayernLB ist kein Einzelfall: In den Bilanzsummen der Institute schlummern Milliardenrisiken aus Kreditengagements bei hochverschuldeten US-Kommunen, Risiken aus Beständen an Bonds und Schuldverschreibungen.

Das Bundesfinanzministerium bezifferte das Engagement von 17 wichtigen Banken bei den US-Gebietskörperschaften auf 38 Milliarden Dollar. Dazu kamen Ende September rund 13 Milliarden gegenüber US-Bundesstaaten, wie die Bankenaufsicht BaFin ermittelte.

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  • Wo bleiben die Entlassunge der deutschen Verantwortlichen die ihr Risikomanagement nicht korrekt erledigt hatten? Wo bleiben die Schadensersatzzahlung der Verantwortlichen für das veruntreute Geld?

  • Die "Macher" der BayerLB haben ein Talent in die Sch...zu greifen. Mit Zufall oder Pech ist dies - plausibel - nicht mehr erklärbar. Offensichtlich hat das Geldversenken bei denen System. Erst das geniale Investment bei der Jugomafia/ Hypo Alpe Adria, nun das nächste Fäkalinvestment bei einem Schuldner, dem bereits bei Vertragsschluss das Wasser bis zum Halse stand.
    All dies riecht stark nach Untreue. Die Staatsanwaltschaft wird sich hier abermals schwer tun, diesen Vorwurf zu beweisen. Das Schweigekartell funktioniert.

  • @anschy ich stimme ihnen zu, die Landesbanken haben unserem Land sehr viel Schaden zugefügt. Es ist kaum zu glauben das nach Helaba und Berliner Bankenskandal sich nun wieder die Landesbanken im Zentrum der Korruption und Inkompetenz bewegen.

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