Pleitebank
Dexia könnte schnell Kapitalspritze brauchen

Die bereits mehrfach mit Staatsgeldern unterstütze Dexia-Bank könnte erneut Geld brauchen. Die belgisch-französische Bank muss dringend ihre Verluste verringern. In diesem Halbjahr lagen die bei 1,2 Milliarden Euro.
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Die in der Schuldenkrise ins Schlingern geratene belgisch-französische Bank Dexia könnte nach Ansicht belgischen Zentralbank-Chefs schon bald eine erneute Kapitalspritze benötigen. „Wenn es der Dexia-Bank aufgrund der Marktbedingungen nicht gelingt, ihre Verluste zu verringern, ist zwangsläufig eine Rekapitalisierung erforderlich, und zwar relativ schnell", sagte der Notenbank-Gouverneur Luc Coene der belgischen Zeitung „L'Echo" (Samstagsausgabe).

Alles hänge von der Entwicklung der Märkte im zweiten Halbjahr ab, ergänzte Coene, der auch Mitglied des Gouverneursrats der Europäischen Zentralbank (EZB) ist. Im ersten Halbjahr hatte Dexia einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro eingefahren.

Frankreich, Belgien und Luxemburg hatten ihre Staatshilfen für den in Abwicklung befindlichen Finanzkonzern Dexia erst im Juni um zehn Milliarden Euro auf 55 Milliarden Euro erhöht. Insgesamt gaben die drei Länder Garantien über 90 Milliarden Euro ab.

Dexia stand im vergangenen Jahr infolge der Euro-Schuldenkrise kurz vor dem Zusammenbruch und wird deshalb abgewickelt. So firmiert der ehemalige belgische Zweig des Konzerns seit März unter dem Namen Belfius, der Luxemburger Zweig soll an eine Investorengruppe aus Katar verkauft werden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Pleitebank: Dexia könnte schnell Kapitalspritze brauchen"

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  • das klingt so, Doktor gibt Spritze und Patient wird wieder gesund.
    Diese Bank ist zahlungsunfähig, laßt sie pleite gehen - alle Banken, die nicht zahlen können.
    Jeder Privatmann kann pleite gehen.
    Keine Bank ist systemrelevant.
    Am Ende sind die Steuerzahler pleite ,ohne Arbeit und ohne Unterstützung.
    Man kann Banken pleite gehen lassen.
    Das Gebäude - ist noch vorhanden.
    Die Beschäftigten - könne am nächsten Tag weiter in ihre "neue" Bank mit neuem Logo zur "Arbeit" gehen.

    Die Kunden - sind auch noch da.

    Aber systemrelevant heißt: deutsches Steuerzahlergeld fließt zu ausländischen Anteilseignern.
    Siehe "Deutsche" Bank, Allianz etc. Wieviel davon ist noch deutsch????
    Der großte Bankraub der Geschichte ist was?

    Die Ausplünderung der Mittelschicht, speziell der deutschen.

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