Pleitebank
Lehman-Brothers zahlt Gläubigern Geld zurück

Bereits zum fünften Mal erhalten die Gläubiger der US-Investmentbank Lehman Brothers einen Teil ihrer Forderungen beglichen. In der kommenden Woche regnet es knapp 18 Milliarden Dollar durch den Insolvenzverwalter.
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New YorkDie Gläubiger der US-Investmentbank Lehman Brothers können in der kommenden Woche zum fünften Mal mit einer milliardenschweren Ausschüttung rechnen. Mit den 17,9 Milliarden Dollar, die am Donnerstag ausgezahlt werden sollen, werden sie 27 Prozent ihrer Forderungen zurückbekommen haben, wie der Insolvenzverwalter ankündigte. Insgesamt wird er dann 80,4 Milliarden Dollar ausgezahlt haben. Knapp ein Drittel davon geht an interne Gläubiger, etwa die über die ganze Welt verstreuten Auslandstöchter der US-Bank. Allein am Donnerstag gehen 5,1 Milliarden Dollar an die zum größten Teil ebenfalls in die Insolvenz gerutschten Lehman-Ableger.

Einer der größten Nutznießer dieser internen Transaktionen ist die deutsche Lehman Brothers Bankhaus AG, über die die US-Muttergesellschaft dank einer deutschen Banklizenz einen Großteil ihres Kreditgeschäfts abgewickelt hatte. Die Gläubiger des Frankfurter Instituts können damit rechnen, ihre Forderungen nahezu voll ersetzt zu bekommen. Zu ihnen gehören die Bundesbank und der Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken.

Die Pleite von Lehman Brothers am 15. September 2008 hatte die gesamte Finanzbranche erschüttert und das Vertrauen der Banken untereinander nachhaltig gestört. Sie gilt als Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise. Mit einer Bilanzsumme von 639 Milliarden Dollar war Lehman Brothers mit Abstand die größte Pleite der US-Wirtschaftsgeschichte. Bis die Bank abgewickelt ist, dürften noch Jahre vergehen. Die nächste Ausschüttung an die Gläubiger ist für Ende September geplant.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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