Portigon
Personal-Posse bei WestLB-Nachfolger

Bei der Nachfolgegesellschaft der WestLB bleiben bislang die erhofften Aufträge aus. Das hat schwerwiegende Folgen: Portigon muss den Personalabbau vorantreiben. Doch manche Angestellte sitzen fest im Sattel.
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DüsseldorfDie letzten Mitarbeiter der zerschlagenen WestLB bangen um ihre Arbeitsplätze. Rund 2600 Menschen arbeiten noch für die Nachfolgegesellschaft Portigon. Die Zahl der Stellen soll weiter reduziert werden. Denn die Restbank kann kaum Neugeschäft heranziehen. Bis 2016 soll die Zahl neuesten Planungen zufolge auf rund 980 sinken. Ursprüngliche Planungen gingen von bis zu 1400 aus.

Doch rund 430 Mitarbeiter müssen nicht bangen. Sie besitzen sogenannte Doppelverträge und sind sowohl bei Portigon als auch bei der landeseigenen Förderbank, der NRW-Bank angestellt. Werden sie bei der WestLB-Nachfolgerin entlassen, greift der Arbeitsvertrag mit der NRW-Bank und die Betroffenen können sich dort einklagen – eine potenziell erhebliche Last für das Institut.

„Wenn sich die Mitarbeiter mit Doppelvertrag einklagen, hat die NRW-Bank ein Riesenproblem“, meint Ralf Witzel, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. „Zu den insgesamt rund 1250 Mitarbeitern kämen noch einmal 430 dazu.“ Die Bank müsste diesen entweder Abfindungen zahlen oder über einen Sozialplan die gesamte Belegschaft entsprechend reduzieren, so der FDP-Politiker.

Die rund 430 WestLB-Angestellten mit Zweitvertrag waren 2002 bei der Aufspaltung von WestLB und NRW-Bank von der Förderbank an die Landesbank ausgeliehen worden. Die WestLB war im Sommer 2012 zerschlagen worden. In der Finanzkrise 2008 mussten die Eigentümer – das Land Nordrhein-Westfalen sowie Sparkassenverbände des Landes – die Bank mit Milliardenhilfen stützen. Toxische Wertpapiere und unerwünschte Aktivitäten wurden in Deutschlands erste „Bad Bank“, die Erste Abwicklungsanstalt (EAA), ausgelagert.

Das Sparkassen- und Mittelstandsgeschäft kam bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) unter. Rechtsnachfolgerin der WestLB ist die Portigon, welche das Bankgeschäft weiterführen soll. Faktisch wickelt das Institut bisher aber vorwiegend die in der Bad Bank EAA liegenden Schrottpapiere ab und erbringt noch Serviceleistungen für die Helaba. Rund 18 Milliarden Euro dürfte der Niedergang der WestLB am Ende gekostet haben.

Die Doppelverträge könnten den geplanten Stellenabbau erschweren: Diese Mitarbeiter haben kaum einen Anreiz, Abfindungsangebote anzunehmen. „Bisher konnte die Landesregierung keine angemessene Lösung präsentieren“, kritisiert Witzel.

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„Zum Teil die falschen Mitarbeiter noch da“

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  • Mitarbeiter haben keine Perspektive, bekommen keine Abfindung angeboten, und die, welche sich einen neuen Job suchen, müssen ihre Kündigungszeit komplett "absitzen".

  • Lustig, Griechenlands Banken, UBS, Bankia usw werden mit Milliarden am Leben erhalten, nur im größten Bundesland in Deutschland macht man eine Bank platt. Völlig unnötig. NRW hat fast doppelt so viele Einwohner wie Griechenland, man sollte mal nachdenken, wenn die Griechen ohne Landesbank währen, wie das funktionieren soll. Und wenn nur die Hälfte stimmt von dem was Bayerische Landesbank, HSH Nordbank und andere an Geld brauchen bzw. verbrannt haben, stand die WestLB nicht schlechter da. darüber sollte man auch mal nachdenken, warum die EU ausgerechnet eine deutsche Bank platt macht und viele andere rettet....

  • Das stimmt verblüffend.
    Es ist aber immer so -- gibt es Abfindungen nehmen die guten MA das Geld und suchen sich schnell eine neue Arbeit und zurück bleiben Fußkranke, Unentschlossene, einfach Leute, die lieber abwarten was passiert als selber die Initiative zu ergreifen.

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