Portugiesische Bank
Espirito Santo ruft Deutsche Bank zur Hilfe

Die portugiesische Espirito Santo Bank holt sich Beratung von der Deutschen Bank zur Optimierung ihrer Finanzstruktur. Bei der Investorensuche hatte Espirito Santo bereits Erfolg: Goldman Sachs steigt ein.
  • 1

Die Espirito Santo Bank hat die Deutsche Bank als Berater zur Optimierung der Bilanzstruktur bei der nach Marktwert zweitgrößten Bank Portugals ausgewählt. Die in Lissabon ansässige Bank habe die „Deutsche Bank als Finanzberater beauftragt, die potenzielle Optimierung der Bilanzstruktur von Banco Espirito Santo zu bewerten”, hieß es am späten Dienstag in einer Pflichtmitteilung.

Goldman Sachs steigt bei den Portugiesen als Investor ein. Die US-Bank kaufte am 15. Juli 2,27 Prozent der Aktien, wie BES ebenfalls am Dienstag mitteilte. Einen Tag zuvor (14. Juli) hatte sich die Gründerfamilie von knapp fünf Prozent der Aktien getrennt. Wie BES weiter mitteilte, stieg auch der amerikanische Hedgefonds D.E. Shaw ein und kaufte 2,7 Prozent der Anteile. Ob Goldman und Shaw ihre Papiere von der Familie übernahmen, war zunächst unklar.

Der Analyst Ciaran Callaghan von Merrion Capital in Dublin wertete den Einstieg als Vertrauensbeweis. Dies könnte dazu führen, dass weitere Interessenten an Bord kämen und das Kapitalpolster der Bank stärkten. "Es bleibt aber abzuwarten, ob diese neuen Investoren an BES als Unternehmen interessiert sind und ihr Engagement langfristig ist", sagte Callaghan.

BES hatte im vergangenen Monat 60 Prozent des Marktwertes verloren, weil Investoren befürchteten, dass das Institut von den Geldschwierigkeiten der Gründerfamilie erfasst wird. Eine der Familiengesellschaften, die Esprito Santo International, beantragte kürzlich vor einem luxemburgischen Gericht Gläubigerschutz, der am Dienstag gewährt wurde. Eine zweite Gesellschaft namens Rioforte beantragte am Dienstag ebenfalls Gläubigerschutz.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Portugiesische Bank: Espirito Santo ruft Deutsche Bank zur Hilfe"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ja, sicher, die privaten Investoren werden mit Freuden investieren. Tendiert ihr Risiko bei satten Zinsen, dank der Steuerzahler, doch gegen Null. Ein gutes Geschäft. Win-Win für Alle, außer für die Bürger.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%