Positive Bilanz DZ Bank will weiter ohne Staatshilfe auskommen

Bad Bank? Staatshilfen? Für die DZ Bank kommt weder das eine noch das andere in Betracht. Das genossenschaftliche Institut ist mit der Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn zufrieden, will auch künftig Unterstützung vom Staat, wie sie zahlreiche Banken in Anspruch genommen haben, vermeiden.
DZ Bank-Zentrale in Frankfurt: Das Institut kommt besser durch die Krise als andere Banken.

DZ Bank-Zentrale in Frankfurt: Das Institut kommt besser durch die Krise als andere Banken.

HB FRANKFURT. Die genossenschaftliche DZ Bank ist mit der Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn zufrieden und will weiter ohne Staatshilfe auskommen. "Wir haben uns in den ersten fünf Monaten ausgesprochen positiv entwickelt", sagte Vorstandschef Wolfgang Kirsch der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe). "Bis Ende April haben wir in der DZ Bank Gruppe ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 600 Mio. Euro erzielt, und das nach den internationalen Bilanzregeln IFRS. Im Mai haben wir das Resultat weiter verbessern können." Er warnte jedoch davor, das Ergebnis auf das Jahr hochzurechnen.

Kirsch will auch künftig Unterstützung vom Staat, wie sie zahlreiche Banken im Sog der weltweiten Finanzkrise in Anspruch genommen haben, vermeiden. "Wir sind sehr stolz darauf, dass wir unsere Kapitalmaßnahmen aus der eigenen Kraft des genossenschaftlichen Finanzverbundes durchführen konnten", sagte der Manager. Daher wolle die DZ Bank die Staatshilfe auch weiterhin vermeiden, "sofern wir das können, denn mitunter wirken Kräfte, die man nicht beeinflussen kann." Auch die Nutzung einer Bad Bank komme für die DZ Bank derzeit nicht in Betracht. Bei der für Herbst vorgesehnen Kapitalerhöhung strebt Kirsch ein Volumen von rund 400 Mio. Euro an. "Damit kommen wir auf eine Kernkapitalquote von mehr als acht Prozent. Das halte ich nach heutigem Stand für ausreichend und angemessen."

Nach der im April geplatzten Fusion mit der WGZ Bank strebt Kirsch nun eine "Ehe ohne Trauschein" an. "Die beiden Zentralbanken haben vergleichbare Geschäftsmodelle und sich ergänzende Marktgebiete. Das bedeutet, dass wir in Projekten und Aufgabenstellungen, die sich auf die Volks- und Raiffeisenbanken beziehen, aus der Sache heraus zusammenarbeiten können."

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