Postbank
Eingliederung in Deutsche Bank zieht sich hin

Bei der Eingliederung der Postbank in die Deutsche Bank sind keine schnellen Erfolge zu erwarten. Postbank-Chef Stefan Jütte sagt, derzeit versuchten Arbeitsgruppen „wertschaffende Maßnahmen“ zu ermitteln.
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Frankfurt„Dieser Prozess wird noch einige Zeit andauern, bis der Weg für ein engeres Zusammenwachsen der beiden Einheiten definiert ist“, räumte Jütte auf der Hauptversammlung ein. Branchenkennern zufolge gibt es Überlegungen, die Deutsche-Bank-Tochter Norisbank in die Postbank zu integrieren.

Die Deutsche Bank hatte im Herbst bei der Postbank auf 52 Prozent aufgestockt, die ehemalige Muttergesellschaft Deutsche Post hält noch 39,5 Prozent an dem Institut. „Die Postbank betrachtet die Mehrheitsübernahme durch die Deutsche Bank (...) nicht als Bedrohung ihrer Identität, sondern vielmehr als Chance, ihre Kernkompetenzen weiter zu entwickeln“, betonte Jütte.

Die von Verlusten aus riskanten Anlagen in der Finanzkrise gebeutelte größte deutsche Filialkundenbank war erst 2010 in die Gewinnzone zurückgekehrt und will dort bleiben. Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2011 sollen keine Eintagsfliege bleiben. „Wir gehen unverändert davon aus, dass die Postbank in den Jahren 2011 und 2012 an die gute Entwicklung des Jahres 2010 anknüpfen kann“, sagte der Vorstandschef.

Die Aktionäre müssen für das vergangene, das laufende und das nächste Jahr allerdings auf eine Dividende verzichten. Mit dem einbehaltenen Gewinn will die Postbank die Kernkapitalquote auf 9,5 (Ende 2010: 8,1) Prozent steigern

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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