Postbank-Streik
Verdi macht Druck

Die Löhne sollen zeitgemäßer werden, frühere Vorteile für die Beschäftigten aber bleiben: Verdi stellt in den Tarifverhandlungen mit der Deutsche Bank Tochter Postbank weitreichende Forderungen– Mitarbeiter ziehen mit.
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BerlinBei der Postbank haben am Freitag erneut zahlreiche Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Betroffen von Warnstreiks sind Filialen unter anderem in Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen und Bayern, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Kunden müssen demnach auf jeden Fall mit längeren Wartezeiten rechnen, teils auch mit geschlossenen Zweigstellen.

Betroffen von den Warnstreiks sind auch die Postdienstleistungen, die in den Postbank-Finanzcentern angeboten werden. In ihren 1.100 Filialen bietet die Postbank Kunden neben ihrem Finanzservice auch Dienste wie Briefversand oder Paketannahme. Bei den Finanzcentern handelt es sich um ehemalige Postfilialen.

Die Postbank beschäftigt mit ihrer Tochter Postbank Filialvertrieb AG nach Angaben von Verdi rund 9.500 Mitarbeiter in den Filialen. In den Tarifverhandlungen verliefen bislang fünf Gesprächsrunden ergebnislos. Die Postbank war in den vergangenen Jahren von der Deutschen Bank übernommen worden. Die nächste Verhandlungsrunde steht am Dienstag und Mittwoch kommender Woche an.

Verdi fordert nach eigenen Angaben für die 5.500 Tarifbeschäftigten des Unternehmens 6,5 Prozent mehr Geld, für die Auszubildenden 75 Euro mehr pro Monat. Für die 4.000 Beamten im Unternehmen solle die sogenannte Postbank-Zulage „fortgeschrieben“ werden. Allgemein fordert Verdi eine Modernisierung der Vergütungsstruktur für die Beschäftigten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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